Schon heute trägt Solarenergie wesentlich zur Stromversorgung in NRW bei. Und die Landesregierung will diesen Anteil noch deutlich steigern. Sinkende Investitionskosten, breitere Anwendungsmöglichkeiten und eine gezielte PV-Offensive begünstigen den Photovoltaikausbau im Land.
Dezentral, kostengünstig, und vielfältig einsetzbar: Kein Wunder, dass die Umwandlung von Sonnenlicht in elektrische Energie – besser bekannt als Photovoltaik (PV) – ein zentraler Baustein der Energiewende ist. Auch und gerade im dichtbesiedelten Nordrhein-Westfalen. Der Beweis: Seit 2020 hat sich die PV-Leistung im einwohnerstärksten Bundesland mehr als verdoppelt. Allein in NRW sind 2024 etwa 185.000 Anlagen in Betrieb gegangen, wobei fast 80.000 der Anlagen Balkonkraftmodule sind, Anlagenleistung sind über 2,2 GW (LANUK). Doch damit soll noch lange nicht Schluss sein. Bis 2030 will die NRW-Landesregierung den Photovoltaik-Ausbau verdoppeln und das ambitionierte Ausbauziel von mindestens 21 und bis zu 27 Gigawatt erreichen.
Anwendungsformen von Photovoltaik
Ein entscheidender Vorteil der Photovoltaik ist ihre Flexibilität. Grundsätzlich lassen sich zwei Nutzungsarten unterscheiden: die Installation von Solarmodulen auf Dächern / an Gebäuden und auf Freiflächen. In der Praxis ergeben sich dadurch eine Vielzahl von Einsatzmöglichkeiten:
- auf Dächern oder als integrierter Bestandteil von Gebäuden – zum Beispiel auf/an Gewerbeimmobilien und Mehrparteienhäusern
- auf Freiflächen als Solarpark
- auf künstlichen Gewässern als Floating-PV
- auf landwirtschaftlichen Flächen als Agri-PV
- in der Verkehrsinfrastruktur als Parkplatz-PV oder an Lärmschutzwänden
All diese Anwendungsformen bringen verschiedene Anforderungen mit sich, zum Beispiel in puncto Genehmigungen, Förderungen oder Nutzung (Eigenverbrauch versus Stromverkauf). Weitere Informationen finden sich auf den einzelnen Themenseiten.