| Newsbeitrag
Photovoltaikanlagen auf Mehrparteienhäusern gemeinschaftlich zu nutzen, eröffnet zahlreiche Vorteile. Zwei neue Leitfäden der Landesgesellschaft für Energie und Klimaschutz zeigen nun, welche Modelle es gibt und wie sie sich effizient umsetzen lassen.
Dächer von Mehrparteienhäusern eignen sich besonders gut für die Nutzung von Solarenergie. Doch noch bleiben viele von ihnen gerade in den zahlreichen städtischen Regionen in NRW ungenutzt. Dabei liegen die Vorteile auf der Hand: Durch Mieterstrommodelle oder eine gemeinschaftliche Gebäudeversorgung (GGV) profitieren auch Bewohnerinnen und Bewohner von Mehrparteienhäusern unmittelbar von günstigem, lokalem Solarstrom und die Eigentümerinnen und Eigentümer von einer gesteigerten Attraktivität ihrer Wohnungen. Zudem wird das Stromnetz durch die vermiedene Netzeinspeisung entlastet.
Die neuen Broschüren von NRW.Energy4Climate unterstützen Verantwortliche der Wohnungswirtschaft bei der Entscheidungsfindung und beim Start in das passende Umsetzungsmodell.
Welches Modell für welchen Bedarf?
Während der Leitfaden “PV-Anlagen auf Mehrparteienhäusern erfolgreich bewirtschaften” zum bereits etablierten Umsetzungsmodell Mieterstrom informiert, erläutert die Infobroschüre “Neue Wege der PV-Stromversorgung in Mehrparteienhäusern” die GGV. Unterschiede der beiden Modelle liegen in der Organisation und den rechtlichen Anforderungen.
Beim Mieterstrommodell betreibt meist der Vermieter oder ein externer Anbieter eine Photovoltaikanlage auf dem Gebäude und verkauft den Strom direkt an die Mieterinnen und Mieter. Der Anbieter des Mieterstroms ist für die Vollversorgung der Kundinnen und Kunden mit dem Strom verantwortlich. Den Einkauf von sogenanntem Reststrom muss er selbst organisieren. Mieterstrom lohnt sich bei Gebäuden mit vielen Wohneinheiten.
Die 2024 als Alternativmodell eingeführte gemeinschaftliche Gebäudeversorgung soll die Nutzung von lokal erzeugtem Strom vereinfachen: Die Lieferantenpflichten entfallen und Teilnehmende können jederzeit frei über ihren Reststromlieferanten entscheiden. Außerdem können sie unkompliziert aus der GGV heraus- sowie in die GGV hereinwechseln. Das Modell ist ideal für kleinere Gebäude, bei denen man schnell und ohne viel Bürokratie starten will.
Konkrete Hilfe, um loszulegen
Beide Broschüren informieren über die jeweiligen rechtlichen Rahmenbedingungen, die technische Anforderungen, Fördermöglichkeiten und Betreibermodelle. Schritt-für-Schritt-Anleitungen und Checklisten helfen bei der praktischen Umsetzung. Weitere Informationen erhalten Interessierte im Rahmen der Initiative Photovoltaik auf Mehrparteienhäusern. Für weitere Infos und Initialberatungen steht das Team Photovoltaik von NRW.Energy4Climate zur Verfügung unter photovoltaik@energy4climate.nrw.
Zur Broschüre des Umsetzungsmodells Mieterstrom
Zur Broschüre Gemeinschaftliche Gebäudeversorgung
Weitere Themen