Klimaneutrale Mobilität

Nur wenn die Mobilitätswende gelingt, ist Nordrhein-Westfalens Ziel, die erste klimaneutrale Industrieregion Europas zu werden, erreichbar

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schwere Nutzfahrzeuge mit elektrischem Antrieb fahren derzeit in NRW

Nahaufnahme eines Elektroautos, das an einer Ladestation mit Solarpanelen im Hintergrund aufgeladen wird.

Nordrhein-Westfalen ist das am dichtesten besiedelte Bundesland Deutschlands und wichtiger Verkehrsknotenpunkt – mit entsprechend hohem Mobilitätssaufkommen.

Der nordrhein-westfälische Verkehrssektor emittiert pro Jahr über 30 Millionen Tonnen CO₂-Äquivalente. Mit einem Anteil von rund 14 Prozent ist er damit nach der Energiewirtschaft und der Industrie die größte Quelle für Treibhausgasemissionen in Nordrhein-Westfalen. Um die Mobilität in NRW klimagerecht zu gestalten, ist die Dekarbonisierung des Verkehrs unabdingbar. Oder anders gesagt: Pkw, Lkw, Busse, Bahnen, Schiffe, Flugzeuge und andere Verkehrsträger müssen deutlich weniger CO₂ als bisher ausstoßen und dazu ohne fossile Energieträger auskommen. Dank Strom, Wasserstoff und synthetischer Kraftstoffe, die aus Erneuerbaren Energien gewonnen werden, sowie biogener Treibstoffe ist das teilweise heute schon möglich.

Bei Pkw und leichten Nutzfahrzeugen geht der Trend hin zum batterieelektrischen Antrieb.

E-Fahrzeuge überzeugen durch eine hohe Effizienz und geringe technische Komplexität. Sie haben bereits heute einen signifikanten Marktanteil bei den Neuzulassungen erreicht. Im schweren Güterverkehr sowie bei Schiffen, Bussen und Zügen gibt es je nach Anwendungsfall verschiedene Optionen. Nicht nur batterieelektrische Antriebe, sondern auch mit Wasserstoff betriebene Brennstoffzellen oder Verbrennungsmotoren sowie klimaneutrale Kraftstoffe können den Güterverkehr dekarbonisieren.

So macht sich NRW auf den Weg zur Antriebswende

Ob bei Lkw, Binnenfrachtschiffen oder der Ladeinfrastruktur: In NRW tut sich unglaublich viel auf dem Weg zur klimaneutralen Mobilität. Erfahren Sie auf unseren Themenseiten mehr über die Entwicklungen in den verschiedenen Sparten:

  • E-Trucks: Noch sind E-Lkw eher für Kurzstrecken mit längeren Standzeiten relevant. Doch die Hersteller sind sich einig: Die Zukunft des Schwerlastverkehrs wird zu großen Teilen batterieelektrisch sein. Und die Kampagne E-Trucks.NRW unterstützt die nordrhein-westfälischen Unternehmen aktiv beim Umbau ihrer Flotten.
  • Binnenschifffahrt: Hohe Energiebedarfe und eine lange Betriebsdauer – die Rahmenbedingungen stellen die Binnenschifffahrt in NRW vor besonders große Herausforderungen. Doch erfolgversprechende Pilotprojekte im Rahmen der grenzüberschreitenden Initiative RH2INE zeigen, dass eine Transformation gelingen kann.
  • Ladeinfrastruktur: Eine klimaneutrale Mobilität wird maßgeblich von einer funktionierenden Ladeinfrastruktur abhängen. Bei nicht ausreichenden Netzkapazitäten können Lösungen wie gesteuertes Laden und Batteriespeicher helfen. Und mit dem bidirektionalen Laden werden Fahrzeuge zu Pufferspeichern.
Digital dargestellter Lkw mit leuchtenden blauen Linien auf nasser Straße bei Nacht.

Angebote von NRW.Energy4Climate

Dass sich ein Umstieg bereits heute lohnt, wie er am besten gelingt und welche Antriebe sich im Schwerlast- und Binnenschifffahrtssektor eignen, zeigt NRW.Energy4Climate u. a. mit umfassenden Informationsangeboten und konkreten Handlungsempfehlungen. Ausgewählte Projekte und Initiativen werden bei der Initiierung und in der Umsetzung begleitet, erhalten praxisnahe Initialberatung und Hilfe beim Abbau von Hemmnissen und Hürden oder Unterstützung bei der Vernetzung mit passenden Partnern.

Aktuelle Zahlen

50 %
weniger Treibhausgasemissionen im Verkehrssektor bis 2030
81.000
öffentliche Ladepunkte bis 2030
550.000
Lademöglichkeiten an Arbeitsplätzen bis 2030