Für die Umstellung des Schwerlastverkehrs auf Elektromobilität sind große Netzkapazitäten erforderlich. Reichen diese vor Ort nicht aus, können Speicher und gesteuertes Laden dabei helfen, Versorgungslücken zu schließen. Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten.
Für Pkw ist das Ladenetz in NRW bereits gut ausgebaut. Für Lkw gibt es derzeit noch wenige Ladepunkte. Ein Normalladepunkt für Pkw benötigt nur 22 Kilowatt, ein Schnellladepunkt 350 Kilowatt, eine Lademöglichkeit für Lkw perspektivisch aber bis zu ein Megawatt. Und für mehrere Ladepunkte müssen die Einzelleistungen addiert werden. Diese Netzkapazitäten sind vielerorts noch nicht verfügbar – weder im öffentlichen Raum noch für nicht-öffentliche Lademöglichkeiten, zum Beispiel auf Speditionshöfen. Unternehmen in NRW können jedoch verschiedene Lösungen nutzen. Diese lassen sich in zwei Kategorien unterteilen: Lastmanagement (gesteuertes Laden) und Speicherlösungen.
1. Lastmanagement – verfügbare Energie durch gesteuertes Laden intelligent verteilen
Gesteuertes Laden verteilt die vorhandene Netzkapazität optimal über die Zeit – besonders sinnvoll, wenn Unternehmen die Ladezeiten flexibel gestalten können. Ein Vorteil ist, dass zusätzliche Ladepunkte die Kosten nicht erhöhen.