IN4climate.NRW

Der Thinktank für die klimaneutrale Industriezukunft setzt Impulse für NRW und darüber hinaus

Als bundesweit einzigartige Plattform, auf der Industrie, Wissenschaft und Politik zusammenarbeiten, bietet IN4climate.NRW einen Raum, um innovative Strategien für eine klimaneutrale Industrie zu erarbeiten.

Für einen wettbewerbsfähigen und gleichzeitig klimaneutralen Industriestandort werden grundlegend neue Produktionsprozesse und -verfahren sowie verbesserte Infrastrukturen und Rahmenbedingungen benötigt. Um diesen Veränderungsprozess gemeinsam mit Unternehmen, Wissenschaft und Landesregierung zu gestalten, hat das Land NRW im Jahr 2018 die Initiative IN4climate.NRW ins Leben gerufen. Seither liefert die Arbeitsplattform maßgebliche Impulse für die erforderlichen Transformationsprozesse der Industrie – und das nicht nur in NRW, sondern auch länderübergreifend und in internationalen Kooperationsprojekten. 

Was macht IN4climate.NRW?

IN4climate.NRW zeigt als Thinktank den konkreten Weg hin zu einer klimaneutralen Industrie auf. Das zentrale Arbeitsfeld der Initiative: Innovative Ansätze und umsetzungsnahe Lösungen für eine zukunftsfähige, wettbewerbsfähige Wirtschaft entwickeln und in die Breite tragen. 

Gemeinsam mit Expertinnen und Experten aus Industrie, Wissenschaft und Politik entwickelt IN4climate.NRW konkrete Maßnahmen für klimaneutrale Produktionsprozesse und Wertschöpfungsketten sowie für die nötigen Infrastrukturen und die politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen. 

Im Einzelnen gehören dazu:

  • Die Erarbeitung von Strategien, Roadmaps und Transformationspfaden für einen klimaneutralen, zukunftsfähigen Standort NRW 

  • Das Verfassen von Diskussions- und Positionspapieren zu EU- und bundespolitischen Themen 

  • Die Identifikation von Infrastrukturbedarfen 

  • Die Erarbeitung und Diskussion von Förder- und Finanzierungsinstrumenten 

  • Die Analyse der regulatorischen, ökonomischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen 

  • Die Entwicklung von Ideen für Forschungsprojekte  

  • Die Anbahnung und Unterstützung von Umsetzungsprojekten in Partnerunternehmen 

  • Die Identifikation, Darstellung und Übertragung von Best Practice-Beispielen 

Wie arbeitet IN4climate.NRW?

IN4climate.NRW ist als Wissens-, Dialog- und Arbeitsplattform angelegt. Mehr als 85 Unternehmen und Verbände aus der Grundstoffindustrie und der weiterverarbeitenden Industrie sowie fünf Forschungseinrichtungen im Rahmen von SCI4climate.NRW beteiligen sich an der Initiative. In diesem Rahmen sollen auf Basis der individuellen Erfahrungen Maßnahmen, Aktivitäten und Handlungsempfehlungen abgeleitet werden, die sich branchenübergreifend umsetzen lassen. Die Unternehmenspartner des 2022 durch das Land initiierten Industriepakts sind ebenfalls Teil von IN4climate.NRW.  

Zentrales Arbeitsgremium ist das IN4climate.NRW-Plenum, in dem Vertreterinnen und Vertreter der Partnerunternehmen und -institute sowie der Landesregierung und der IN4climate.NRW-Geschäftsstelle halbjährlich zusammenkommen, um fachübergreifend Wissen zu teilen, über Arbeitsergebnisse und Neuerungen zu informieren und einen aktiven Austausch und die Vernetzung untereinander zu fördern. Fachspezifisch relevante Themen werden in separaten Fachgruppen, zu denen sich Fachleute der Partner langfristig zusammenschließen, identifiziert, priorisiert und bei Bedarf für eine konkretere Bearbeitung vorbereitet. Letzteres erfolgt schließlich in temporären Projektgruppen (Sprints). Aktuell liegen die Schwerpunkte der Fachgruppen auf den Themen Wasserstoff, Kohlenstoff, Prozesswärme und Rohstoffe. 

Ein Beitritt und eine Mitarbeit sind allen Interessierten möglich. Hier finden Sie mehr zu den Teilnahmemöglichkeiten.

Wissenschaftlicher Partner: SCI4climate.NRW

SCI4climate.NRW begleitet als wissenschafticher Partner von IN4climate.NRW die Industrietransformation mit fundierter Forschung. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie energieintensive Grundstoffindustrien künftig ohne Treibhausgasemissionen produzieren können. Dabei untersucht SCI4climate.NRW,    welche Technologien hierfür notwendig sind, welche neuen Infrastrukturen und Rahmenbedingungen geschaffen werden müssen, welchen Beitrag die   Kreislaufwirtschaft leisten kann und wie politische Maßnahmen den Transformationsprozess wirksam unterstützen können.

Mit Nordrhein-Westfalen als Modellregion können diese Fragestellungen praxisnah und anwendungsorientiert bearbeitet werden, so dass aktuelle Forschungserkenntnisse direkt in die industrielle Praxis einfließen. Gleichzeitig profitieren wissenschaftliche Arbeiten vom engen Austausch mit den beteiligten Akteuren aus der Industrie. Durch diese enge Kooperation entsteht ein kontinuierlicher Dialog, der Innovationen beschleunigt und den Wandel hin zu einer klimaneutralen Industrie aktiv vorantreibt.

Das Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie, das Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik (UMSICHT), das Institut der deutschen Wirtschaft (IW), die VDZ Technology gGmbH sowie das VDEh-Betriebsforschungsinstitut GmbH (BFI) wurden vom Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen (MWIKE) im Rahmen von SCI4climate.NRW mit dieser Forschung beauftragt.

Mehr Informationen und Publikationen des SCI4climate.NRW finden Sie hier.

In den Kontakten frei suchen

Dr. Michael Walther

Teamleiter Ökonomie/Politik/Gesellschaft

Prof. Dr. Görge Deerberg

Fraunhofer UMSICHT, Plenumsleitung

Prof. Dr. Manfred Fischedick

Wuppertal Institut, Plenumsleitung

Anna Matthias-Napierala

PORTLANDZEMENTWERK WITTEKIND, Plenumsleitung

Eva Lingrün

MWIKE, Plenumsleitung

Dr. Hans-Jörn Weddige

thyssenkrupp Steel, Plenumsleitung

Dr. Anna Leipprand

Wuppertal Institut, Gesamtkoordination SCI4climate.NRW

Elisa Kügler

Projektleitung IN4climate.RR

Joanna Gawenda

Teamassistenz IN4climate.RR

Shayan Alizadeh

Projektmanager Wasserstoff und Prozesswärme

Regina Dietrich

Projektmanagerin Kohlenstoff und Circular Economy

Felix Herter

Fachexperte Kohlenstoff und Circular Economy

Vanessa Metzger

Fachexpertin Ökonomie, Politik und Gesellschaft

Katharina Schenker

Fachexpertin Wasserstoff und Prozesswärme

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