Industriepakt

Plattform für die gemeinschaftliche Arbeit an der klimaneutralen Industriezukunft NRW

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Dr. Klaas Breitkreuz

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Fachexperte Prozesswärme

Mit dem Industriepakt haben sich im Dezember 2022 die produzierende Industrie NRWs, Verbände, Technologieanbieter sowie Wissenschaft und Politik zusammengeschlossen, um gemeinsam an dem Ziel eines klimaneutralen Industriestandorts NRW zu arbeiten

Nach seinem Abschluss und der Veröffentlichung der Transformationsroadmap „Wettbewerbsfähigkeit und Klimaneutralität: Modelle und Handlungsempfehlungen für die Industrie in Nordrhein-Westfalen“ wird die gemeinsame Arbeit im Rahmen der Initiative IN4climate.NRW fortgesetzt. 

Einer der wesentlichen Standortvorteile Nordrhein-Westfalens ist das eng verflochtene Wertschöpfungsnetzwerk. In diesem werden Nebenprodukte und Reststoffe eines Unternehmens von anderen Unternehmen als wertvolle Rohstoffe eingesetzt. Zudem bestehen Synergien in Bezug auf die Energieversorgung und Lieferketten sind aufgrund der räumlichen Nähe in großen Teilen äußerst stabil. Diesen Standortvorteil, die integrierte, synergieorientierte Wertschöpfung, gilt es auch im Zuge der Transformation aufrechtzuerhalten, bzw. Synergien, die im Zuge des Umbaus wegfallen, durch neue zu ersetzen. Dazu ist es essenziell, mit genau diesem Ziel in einen regelmäßigen Austausch zu treten.

Zentrales Ziel des Industriepaktes war die Erarbeitung einer gemeinsamen Transformationsroadmap, die Veröffentlichung erfolgte im Juni 2025. Sie zeigt technische Lösungen und Praxisbeispiele sowie relevante Rahmenbedingungen auf und unterstützt die Unternehmen so bei Investitionsentscheidungen für die Transformation. Ergänzt wird die Transformationsroadmap durch verschiedene Infobroschüren, die Unternehmen gezielt bei der Anwendung einzelner Technologien unterstützen.

Die gemeinsame Arbeit des auf 24 Monate angelegten Industriepakts wurde im Thinktank IN4climate.NRW verstetigt und fortgesetzt.

Als Teil von IN4climate.NRW, dem Industrie-Thinktank der Landesgesellschaft NRW.Energy4Climate, wurde der Industriepakt Ende 2022 durch das Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen (MWIKE) initiiert. Der Beitritt der Partner zum Industriepakt bildete den Auftakt für einen sich daran anschließenden Strategieprozess: die gemeinschaftliche Erarbeitung eines NRW-Transformationspfades zur klimaneutralen Industrie. 

Auf diese Weise erweiterte der Industriepakt die bisherigen Arbeiten der Initiative IN4climate.NRW sowohl entlang der Wertschöpfungsketten als auch hinsichtlich des Outputs. So wurde nicht nur die energieintensive Grundstoffindustrie eingebunden, sondern Unternehmen entlang der gesamten Wertschöpfungsketten. Der bisherige Schwerpunkt der Initiative IN4climate.NRW wurde unter dem Namen IN4climate.NRW-Innovationsteam weiter behandelt, in dem weiterhin grundlegende Studien und Diskussionspapiere für die Grundstoffindustrie erarbeitet wurden. Die Verifizierung dieser Grundlagen erfolgten über den Industriepakt und wurden in die gesamte Wertschöpfungskette getragen. Auf Grundlage der Arbeiten des Innovationsteams wurden außerdem konkrete Handlungsempfehlungen für relevante Stakeholder abgeleitet. Auf Grundlage der Arbeiten des Innovationsteams und weiteren relevanten Themenwünschen wurden durch den Industriepakt konkrete Handlungsempfehlungen für relevante Stakeholder abgeleitet. Die Arbeiten werden nach Veröffentlichung der Transformationsroadmap in der Initiative IN4climate.NRW weitergeführt.  

Ziel der Transformationsroadmap ist die umfassende, praxisnahe Unterstützung von Unternehmen bei ihrer Transformation hin zur Klimaneutralität. Sie stellt einen leichten Zugang zu notwendigen Informationen über klimaneutrale Technologien sicher und bietet einen klaren Überblick über die verfügbaren Optionen. 
  
Darüber werden Hemmnisse identifiziert und speziell zugeschnittene Lösungen für typische Herausforderungen der industriellen Transformation aufgezeigt.  Sie bietet produzierenden Unternehmen konkrete Handlungsempfehlungen, Praxisbeispiele und einen klaren zeitlichen Rahmen für zentrale Schritte zur Dekarbonisierung der Energieversorgung und Defossilisierung der Rohstoffbasis. Die dargestellten Maßnahmen sollen nicht nur für spezifische Unternehmen oder Branchen anwendbar sein, sondern sind allgemeingültig und adaptierbar gestaltet. Dies ermöglicht eine breite Anwendung und trägt zur Skalierbarkeit der Transformation bei. 

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