Erneuerbare Energien in NRW

Nordrhein-Westfalen treibt den Ausbau der Erneuerbaren Energien voran und reduziert damit die Abhängigkeit von Energieimporten

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GW PV- und Windleistung sollen im Jahr 2030 mindestens in NRW installiert sein

Erneuerbare Energien für eine saubere und sichere Zukunft in NRW

Sonne, Wind, Wasser, Biomasse und Erdwärme sind klimafreundlich und sollen in Nordrhein-Westfalen bis 2045 fossile Energieträger wie Öl, Kohle oder Gas zur Erzeugung von Strom und Wärme ablösen. Auf diese Weise sinken nicht nur die CO2-Emissionen, sondern Deutschlands bevölkerungsreichstes Bundesland wird dadurch auch unabhängiger von teuren Importen und somit resilienter.

Um den im Zuge der klimaneutralen Transformation steigenden Bedarf an Erneuerbaren Energien auch in Zukunft decken zu können, geht NRW beim Ausbau mit großen Schritten voran und unterstützt den bundesweiten Ausbau wesentlich. Im Jahr 2024 lag der Anteil Erneuerbarer Energien am Stromverbrauch bereits bei 27 Prozent. Wind- und Sonnenenergie sind die wichtigsten erneuerbaren Energiequellen in NRW, aber auch Biomasse, Geothermie und Wasserkraft sollen genutzt werden.

Mehrere Windkraftanlagen mit rot-weißen Rotorblättern stehen in einem großen Waldgebiet unter blauem Himmel.
Große schwimmende Solaranlage auf einem See, umgeben von Bäumen und Wiesen, mit einem Steg in der Mitte.

Im Klimaschutzgesetz NRW hat sich das Land Nordrhein-Westfalen zum Ziel gesetzt, den Ausbau weiter zu beschleunigen. Die im Jahr 2024 veröffentlichte Energie- und Wärmestrategie gibt unter anderem konkrete Ziele für den Ausbau von Wind- und Solarenergie vor: Bis zum Jahr 2030 sollen mindestens 34 Gigawatt Erneuerbaren Energien Leistung aus Wind- und Solarenergie in Betrieb sein. Zusätzlich wird auch das Potenzial der Offshore-Windenergie erschlossen, um den Strombedarf in Verbrauchszentren mit hoher Industriedichte zu decken. 

Um diese Ziele zu erreichen, hat das Land zahlreiche Maßnahmen auf den Weg gebracht, wie zum Beispiel die die Novellierung des Landesentwicklungsplans, um über die Anpassungen der Regionalpläne ausreichende Flächen auszuweisen und die Beschleunigung der Genehmigungsverfahren. Bei Solarparks nehmen die Kommunen mit der Bauleitplanung eine wichtige Steuerungsrolle ein.

Eine notwendige Säule zur Erreichung der Ausbaupfade ist die Stärkung der Akzeptanz und die Teilhabe an Erneuerbare-Energien-Projekten. Mit dem Bürgerenergiegesetz sieht das Land eine verpflichtende finanzielle Beteiligung von Gemeinden sowie Bürgerinnen und Bürgern an der Wertschöpfung neuer Windenergievorhaben vor. Der Bürgerenergiefonds unterstützt zudem Erneuerbare-Energien-Projekte aus Bürgerhand mit Risikokapital.

Der beschleunigte Ausbau der Erneuerbaren Energien hat für Nordrhein-Westfalen vor allem auch eine industriepolitische Relevanz. Mit Blick auf die zahlreichen heimischen Zulieferbetriebe für Windenergie sowie Hersteller für Elektro- und Netztechnik trägt der fortschreitende Ausbau zum einen dazu bei, den Industriestandort Nordrhein-Westfalen weiterzuentwickeln und moderne Arbeitsplätze zu sichern. Zum anderen ist das Angebot von Erneuerbarem Strom ein Standortfaktor für sich ansiedelnde Unternehmen.

Aktuelle Zahlen

600.000
Beschäftigte arbeiten in der nordrhein-westfälischen Umweltwirtschaft
80 %
des Stroms in Deutschland sollen bis 2030 aus Erneuerbaren Energien stammen
50 - 65 GW
installierte PV-Leistung strebt NRW bis 2045 an
1.000
neue Windenergieanlagen sollen bis 2027 in NRW in Betrieb gehen
18 GW
Leistung sollen Offshore-Anlagen bis 2045 nach Nordrhein-Westfalen liefern

Angebote von NRW.Energy4Climate

NRW.Energy4Climate unterstützt den Ausbau Erneuerbarer Energien in Nordrhein-Westfalen aktiv, um die Energiewende voranzutreiben. Dafür informieren und begleiten wir Kommunen und Unternehmen zu Planung, Beteiligung und Teilhabe sowie Vermarktung von Erneuerbaren Energien.