| Newsbeitrag
Das ZIM-Netzwerk HyTherPro zur wirtschaftlichen und effizienten Nutzung von Prozesswärme in Hochtemperaturprozessen sucht Industriepartner. Ziel der Zusammenarbeit des im Sommer 2025 gestarteten Netzwerks mit Fokus auf die Metallbranche ist, auf Basis anwendungsnaher Projekte einen Modulbaukasten zur Dekarbonisierung und Flexibilisierung der Energieversorgung von Thermoprozessanlagen zu entwickeln. NRW.Energy4Climate unterstützt das Vorhaben als fachlicher Partner.
Die Umstellung der Prozesswärme im Zuge der klimaneutralen Transformation sowie aktuelle preisliche Entwicklungen und die benötigte Versorgungssicherheit bei Strom und Gas stellen die Industriebranchen vor diverse Herausforderung und Fragen – insbesondere mittelständische energieintensive Unternehmen.
Das Innovationsnetzwerk “Hybride Thermoprozesse“ setzt genau bei diesen Themen an und bringt Akteure entlang der gesamten Prozesskette für die klimaneutrale Umstellung von Prozesswärme in Hochtemperaturprozessen zusammen – von der Erzeugung, über die Speicherung bis zur Nutzung Erneuerbarer Energien (EE) im Unternehmen. Ziel der Zusammenarbeit ist die Entwicklung von Modulen, die in verschiedenen Kombinationen zur Zukunftsfähigkeit von Thermoprozessanlagen beitragen, beispielsweise durch Hybridisierung, dem Einsatz von Wärmespeichern oder dem flexiblen Einsatz von EE-Gasen. Die Kopplung unterschiedlicher Flexibilitätsoption soll durch eine intelligente Steuerung erfolgen, die sich zum Beispiel an Wetterdaten oder an Marktpreisen der eingesetzten Energieträger orientiert.
Schwerpunkte: Drei Entwicklungslinien für die Praxis
In drei Entwicklungslinien entstehen anwendungsnahe FuE-Projekte, die technische Lösungen erproben und die schrittweise Transformation wirtschaftlich wie nachhaltig gestalten:
- Entwicklungslinie 1: Neue Ofenkonzepte mit hybrider oder vollelektrifizierter Energieversorgung und Nachrüstung bestehender Anlagen
- Entwicklungslinie 2: Intelligente Regelung für die situative, kostenoptimierte Energieträgerwahl
- Entwicklungslinie 3: Energierückgewinnung, -speicherung und -rückführung
Die Teilnahme ist offen für Unternehmen entlang der gesamten Prozesskette, beispielsweise Ofen- und Anlagenbauer, Komponentenhersteller, Dienstleister und Prozessbetreiber. Die Anmeldung sollte bis Anfang März erfolgen. Partner gestalten zukunftsfähige Hochtemperaturprozesse aktiv mit und profitieren von aktuellem Know-how zu Elektrifizierung.
NRW.Energy4Climate unterstützt das bei der NRW-Transformationsagentur Zenit GmbH angesiedelte Netzwerk u. a. mit der Fachexpertise seines interdisziplinären Teams bei den Themen Prozesswärmeerzeugung, Transformationstechnologien sowie Flexibilisierung und Hybridisierung. Zudem fördert die Landesgesellschaft den Austausch und die Übertragung in andere Sektoren.
Mehr erfahren unter: www.zenit.de
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