Stefan Busch von B&W Energy, Sophia und Philipp Hoberg, Wirtschaftsministerin Mona Neubaur, Stellvertretender Bürgermeister Jürgen Rühl und Dr. Katharina Schubert, NRW.Energy4Climate (v.l.n.r.)

Pressemitteilung

Zwei Ernten auf einem Feld

| Pressemitteilung

Agri-PV schützt vor Ertragsausfällen und generiert zusätzliche Erlöse aus Grünstrom

In Wadersloh steht eine der größten Agri-Photovoltaikanlagen Deutschlands. Rund 40.000 Module mit einer Gesamtleistung von 23 Megawatt Peak überdecken eine 17 Hektar große Heidelbeer-Plantage. Während die Pflanzen wachsen, wird auf derselben Fläche grüner Strom erzeugt. 

Für den Landwirt Philipp Hoberg hat das direkt mehrere Vorteile: Die Module schützen seine Pflanzen vor Starkregen, Frost oder extremer Hitze und liefern gleichzeitig planbare Zusatzeinnahmen durch den Verkauf des Stroms. Wirtschafts- und Klimaschutzministerin Mona Neubaur und Dr. Katharina Schubert, Geschäftsführerin von NRW.Energy4Climate, haben die Anlage heute (23. Juli) eingeweiht.

Ministerin Mona Neubaur: „Sonnen-Ernte auf 17 Hektar – mit Agri-Photovoltaik wie hier in Wadersloh nutzen wir unsere wertvollen Äcker auch für klimafreundliche Energie. Davon profitieren Landwirtinnen, Landwirte und wir alle: Jede Kilowattstunde aus Erneuerbaren macht uns wirtschaftlich stärker und unabhängiger von Importen aus Krisenregionen. Sichere Versorgung, hohe Akzeptanz, planbare Kosten – so geht die Energiewende in Nordrhein-Westfalen.“

Dr. Katharina Schubert, Geschäftsführerin von NRW.Energy4Climate: „Landwirtschaft und Erneuerbare Energien sind keine Konkurrenten, sondern Verbündete. Nicht nur wir Menschen leiden unter dem fortschreitenden Klimawandel. Extremwetterereignisse machen auch unseren Landwirten zu schaffen, treiben Kosten und Verbraucherpreise in die Höhe. Der Heidelbeer-Bauer Philipp Hoberg stellt mit seiner Agri-PV-Anlage in Wadersloh, welche die Pflanzen schützt, unter Beweis, wie eine gleich in doppelter Hinsicht profitable Lösung aussehen kann. Das macht deutlich, die Energiewende ist ein Gewinn für alle und leistet nicht nur einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz, sondern auch zur Klimaanpassung.“

Wadersloh kann als Blaupause für andere Anlagen dienen
Die Anlage entstand mithilfe der Landesförderung im Rahmen des Programms progres.nrw – Klimaschutztechnik. NRW.Energy4Climate hat den Bau der Agri-PV-Anlage seit der ersten Idee mit fachlicher Expertise begleitet. Die Anlage fügt sich in die bestehenden Heidelbeerkulturen rund um den Betrieb ein. Die Modulreihen sind teils in Ost-West- und teils in Südausrichtung errichtet. So verbindet die Anlage den bestmöglichen Schutz der Kulturen mit einer leistungsfähigen Stromerzeugung. Mit einer installierten Leistung von rund 23 Megawatt Peak ist die Anlage die derzeit größte in Nordrhein-Westfalen und gehört auch bundesweit zu den Vorreitern dieser noch jungen Technologie. Insgesamt kommen rund 40.000 Solarmodule zum Einsatz. Der erzeugte Solarstrom wird außerhalb der Förderung durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz flexibel am Strommarkt vermarktet und trägt so zur allgemeinen Versorgung mit Erneuerbarer Energie bei.

Zum Hintergrund: #DasGehtInNRW
Unter dem Motto „Das geht in NRW!“ präsentiert NRW.Energy4Climate Vorzeigeprojekte der Energiewende. Durch Vor-Ort-Besuche, Öffentlichkeitsarbeit und der Darstellung des Projekts auf www.energy4climate.nrw steigert die Landesgesellschaft für Energie und Klimaschutz die Bekanntheit und treibt so die Umsetzung klimarelevanter Maßnahmen voran. Die Heidelbeer-Plantage in Wadersloh ist eines von zahlreichen Beispielen, die zeigen: #DasGehtInNRW. Weitere Beispiele einer erfolgreichen Energiewende finden sich hier: Praxisbeispiele der Transformation in NRW

 

Gruppenfoto: Stefan Busch von B&W Energy, Sophia und Philipp Hoberg, Wirtschaftsministerin Mona Neubaur, Stellvertretender Bürgermeister Jürgen Rühl und Dr. Katharina Schubert, NRW.Energy4Climate (v.l.n.r.)