Kommunale Wärmeplanung

Die zentrale Beratungs- und Informationsplattform für Gemeinden in NRW

Kartenausschnitt vom Wärmekataster von Gelsenkirchen mit Straßen, Gebäuden und Flussläufen, rot eingefärbte Flächen markieren bestimmte Gebiete.

Die Erstellung eines Wärmeplans, ist durch das Inkrafttreten des Landeswärmeplanungsgesetzes (LWPG) am 19.12.2024, zur verpflichtenden Selbstverwaltungsaufgabe für Gemeinden in Nordrhein-Westfalen geworden.

Auf dieser Übersichtsseite finden Sie alle relevanten Informationen zur kommunalen Wärmeplanung in NRW. Egal, ob Sie am Anfang Ihrer Planung stehen oder bereits konkrete Schritte unternommen haben – hier finden Sie die Unterstützung, die Sie benötigen, um Ihre kommunale Wärmeplanung erfolgreich umzusetzen.

Qualitätssicherung Wärmeplanung

Mit unserem freiwilligen Selbstprüfungstool können Sie Ihren Wärmeplan überprüfen, Zielszenarien visualisieren und vergleichen und für die Übermittlung an das LANUV exportieren:

 Akteursbeteiligung

Software für Wärmeplanung

Um die Kommunen in NRW bei der Ausschreibung zu unterstützen, hat NRW.Energy4Climate gemeinsam mit dem KWW der dena deren Muster-Leistungsverzeichnis für die Kommunale Wärmeplanung so angepasst, dass es den Anforderungen des Landeswärmeplanungsgesetz NRW (LWPG) entspricht. Außerdem wurden jene Positionen kenntlich gemacht, die für das vereinfachte Verfahren der Wärmeplanung (Kommunen mit weniger als 10.000 Ew.) nicht notwendig sind. Bitte beachten Sie auch die Handreichung zum Muster-LV.

Sie suchen einen Dienstleister für die Kommunale Wärmeplanung? In unserem Branchen.Navi finden Sie die richtigen Kontakte.

Das Wärmekataster des Landesamts für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) ist die zentrale Datenplattform für die Wärmewende in NRW. Es stellt Grundlagendaten für die kommunale Wärmeplanung bereit. Das LANUV hat im Rahmen einer Vielzahl von Studien einen breiten Datenfundus zum aktuellen, lokalen Wärmeerzeugungsmix und zum Ausbaustand sowie den Potenzialen der klimafreundlichen Wärmeerzeugung zusammengetragen. Ein gebäudegenaues, frei verfügbares Raumwärmebedarfsmodell erleichtert den Handelnden, die Bedarfe bis ins Detail zu untersuchen. Daten zur aktuellen Raumwärmebereitstellung, zum Sanierungspotenzial und den Realisierungschancen von Modernisierungsmaßnahmen stehen hochaufgelöst zur Verfügung. Das Wärmekataster bietet schon heute die Möglichkeit, Gebiete zu identifizieren, die mittels Wärmenetzen versorgt werden oder künftig versorgt werden könnten.

Das LANUV ergänzt die Datenangebote in den kommenden Monaten stetig. Das Wärmebedarfsmodell wird geschärft und weitere Informationen zur Nutzung von Niedertemperaturwärmequellen werden ergänzt, z. B. Abwasser, Flüsse und Rechenzentren. Hinsichtlich der verfügbaren Daten bietet NRW damit im Bundesvergleich eine außergewöhnlich gute Ausgangslage für die kommunale Wärmeplanung.

Der Zensus 2022 liefert verlässliche Basiszahlen zur Bevölkerungsstruktur sowie zur Verteilung von Wohngebäuden und Wohnungen in Nordrhein-Westfalen. Im Rahmen der beim Zensus 2022 durchgeführten Gebäude- und Wohnungszählung wurden u. a. die Merkmale Energieträger der Heizung, Baualter, Nettokaltmiete sowie Dauer und Gründe eines Leerstands erfragt. Die Ergebnisse können auch kleinräumig unterhalb der Gemeindeebene ausgewertet werden.

  • IT.NRW hat Ergebnisse zur Wohnlandschaft in Nordrhein-Westfalen in einer StoryMap veröffentlicht.
  • Bundesweite Daten sind u. a. in der Zensusdatenbank abrufbar.
  • Im Zensus-Atlas sind kleinräumige Daten auf Gitterzellen-Basis verfügbar.

Zur Unterstützung der Bedarfsanalyse der Wärmeplanung stehen Kommunen und beteiligten Dienstleistenden diese Excel-Vorlagen zur Abfrage von Energiekennwerten zur Verfügung. Die Abfrage bezieht sich auf die spezifischen Kennwerte zum aktuellen und zukünftigen Prozesswärmebedarf sowie zum möglichen Abwärmepotenzial der örtlichen Industrie- und Gewerbebetriebe.

Die Excel-Vorlage und künftig auch ergänzenden Vorlagen für Anschreiben und Auskunftsverlangen können heruntergeladen und für die Abfrage im Rahmen der Wärmeplanung genutzt werden.

Offene Sprechstunde zur kommunalen Wärmeplanung
Die offene Sprechstunde findet jeweils am zweiten Mittwoch im Monat von 10:30 bis 11:15 Uhr statt und richtet sich an alle Akteure der Wärmeplanung. Neben Kommunen also auch an Energieversorger, Dienstleistende und weitere Beteiligte wie die Immobilienbranche oder Industrie und Gewerbe. Die einzelnen Termine haben jeweils ein Schwerpunktthema, zu dem eine Expertin oder ein Experte von NRW.Energy4Climate einen kurzen Input gibt und im Anschluss für Fragen und einen offenen Dialog zur Verfügung steht. Die Sprechstunde findet über Zoom statt. Die aktuellen Termine finden Sie unter Events.

Erfahrungsaustausch

Mit unseren regelmäßig stattfindenden Terminen zum Erfahrungsaustausch bieten wir den Kommunen in NRW eine Plattform für den fachlichen Austausch zu den Arbeitsschritten der kommunalen Wärmeplanung sowie der anschließenden Umsetzung der Maßnahmen. Dieses Austauschformat richtet sich ausschließlich an Kommunen! Der Erfahrungsaustausch findet über Zoom statt. Die aktuellen Termine der Austauschreihen „Erfahrungsaustausch Erstellung Wärmeplan“ und „Erfahrungsaustausch Umsetzung Wärmeplanung“ finden Sie unter Events.

Das Beratungsangebot richtet sich an Kommunen sowie an weitere Akteure der kommunalen Wärmewende, also z. B. auch lokale Versorger oder Anbieter innovativer Lösungen für die Wärmeplanung. Um die Wärmeplanung erfolgreich zu gestalten, benötigt insbesondere die kommunale Verwaltung als Hauptverantwortliche für die Prozesssteuerung und die Entscheidungsfindung eine sichere Informationsgrundlage in vielen Bereichen. Ob Förderung, Kosten und Beauftragung externe Dienstleistungen, Steuerung und Koordination, inhaltliches Vorgehen und Methodik - wir bieten Ihnen Informationen und Beratung an – sprechen Sie uns gerne an.

Wir begleiten und unterstützen Kommunalverwaltungen, Stadtwerke, Energieversorger, kommunale Betriebe, Wohnungswirtschaftsunternehmen, (Ab‑)Wärmelieferanten und Bürgerenergiegesellschaften bei der Umsetzung konkreter Wärmeprojekte. Gemeinsam wollen wir Hürden abbauen, die vielfältigen Aufgaben strukturieren und schließlich konkrete Umsetzungswege finden. Weitere Informationen zu diesem kostenfreien Angebot finden Sie in unserem Flyer.

Individuelle Unterstützung Ihrer Kommune: moderierter Initial-Workshop, Gremienunterstützung, Veranstaltungsmoderation und Leistungsvergabe kommunale Wärmeplanung - Kommunaler Klimaschutz.

Das LANUK bietet ergänzend zu den Hilfestellungen auf den Seiten des Energieatlas und den Starter-Workshops, auch Beratungen zum Umgang mit dem Wärmekataster an. Dabei steht vor allem im Fokus, wie die Daten im Wärmekataster für die kommunale Wärmeplanung genutzt werden können. 

Kontakt

Der Geologische Dienst NRW berät als Partner des Kompetenzzentrums Wärmewende in allen Fragen rund um das Thema Geothermie. Seine verschiedenen Projekte zur Erkundung und Nutzung der Wärmepotenziale des Untergrundes legen den Grundstein für eine erfolgreiche Wärmewende in NRW. Von großer Bedeutung ist hierfür die mitteltiefe und tiefe Geothermie. Sie ist witterungsunabhängig, zu jeder Tages- und Nachtzeit verfügbar, kostenstabil und lokal. Damit ist sie je nach Standort zum Beispiel für die Dekarbonisierung von Wärmenetzen genauso wie zur Versorgung von Quartieren und wärmeintensiven Industrien einsetzbar. Die Beratung finden Sie hier.

Hier finden Sie den Link zur digitalen Plattform des Kompetenzzentrums Kommunale Wärmewende (KWW) Halle. Das KWW ist ein Projekt der Deutschen Energie-Agentur (dena).

Um die Kommunen in NRW bei der Recherche zu unterstützen, führen wir an dieser Stelle Fortbildungslehrgänge für die kommunale Wärmeplanung auf. Um Diskriminierungsfreiheit zu gewährleisten, geben wir jedem Anbieter die Möglichkeit, ein geeignetes Angebot hier zu platzieren. Das Erscheinen eines Angebots an dieser Stelle stellt keine Bewertung dar. Fortbildungslehrgänge im Bereich Kommunale Wärmeplanung können mit bis zu 90% gefördert werden.

Kommunale Wärmeplanung in NRW

Was bei der kommunalen Wärmeplanung genau geschieht und welche Akteure es bei der Umsetzung konkret braucht, erfahren Sie im Video. 

Ihre Kontakte

Carsten Petersdorff

Carsten Petersdorff

Bereichsleiter Wärme & Gebäude

Sigrid Lindner

Sigrid Lindner

Projektmanagerin Kompetenzzentrum Wärmewende

Fabian Humpert

Fabian Humpert

Fachexperte Wärme & Gebäude

Markus Schäfer

Markus Schäfer

Fachexperte Kommunale Wärmeplanung

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