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Nordrhein-Westfalen veröffentlicht ersten Heizspiegel und bündelt Informationen für klimaneutrale Heizkeller bei Aktionstagen für Bürgerinnen und Bürger ab 5. Mai
Heizen mit Öl oder Gas wird für viele Haushalte in Nordrhein-Westfalen zunehmend teurer im Vergleich zum Heizen mit Wärmepumpen. Das zeigt der im Rahmen der Initiative „Heizkeller der Zukunft” erstmals veröffentlichte Heizspiegel für Nordrhein-Westfalen, erstellt von der gemeinnützigen Beratungsgesellschaft co2online gemeinsam mit dem Öko-Zentrum NRW. Wer 2024 noch mit Heizöl geheizt hat, zahlte pro Jahr im Schnitt 945 Euro mehr als vergleichbare Haushalte mit Wärmepumpe, bei Gas waren es 505 Euro mehr.
Heizkosten mit fossilen Brennstoffen am höchsten
Heizspiegel für Nordrhein-Westfalen verbraucht ein durchschnittliches Einfamilienhaus in NRW mit 130 Quadratmetern Wohnfläche je nach Heizsystem unterschiedlich viel Energie: Mit Ölheizung werden im Schnitt 2.200 Liter Heizöl pro Jahr benötigt, das entspricht 22.000 Kilowattstunden. Pelletheizungen kommen auf 3.600 Kilogramm Holzpellets beziehungsweise 18.200 Kilowattstunden. Haushalte mit Gasheizung verbrauchen im Schnitt 15.100 Kilowattstunden, mit Fernwärme 12.200 Kilowattstunden. Wärmepumpen kommen im Schnitt mit 4.700 Kilowattstunden Strom aus.
Die Unterschiede spiegeln sich auch in den Heizkosten wider: Am teuersten ist Heizen mit Öl mit 2.130 Euro pro Jahr, gefolgt von Fernwärme mit 1.975 Euro und Gas mit 1.690 Euro. Deutlich günstiger sind Erneuerbare Energien: Für Holzpellets fallen im Schnitt 1.130 Euro pro Jahr an, für Wärmepumpen 1.185 Euro. Mehr Informationen
Aktionstage helfen Bürgerinnen und Bürgern beim Heizungstausch
Die vom Land Nordrhein-Westfalen initiierten Aktionstage – vom 5. Mai bis 24. Juni in 15 Städten in NRW – unterstützen Hauseigentümerinnen und -eigentümer jetzt auf dem Weg zu erneuerbaren Heizsystemen. Bei den Aktionstagen bieten Expertinnen und Experten verlässliche Informationen zum Heizungstausch, Interessierte können sich individuell beraten lassen und Kontakte zum lokalen Handwerk knüpfen. Fachvorträge geben verständliche Einblicke in klimafreundliche Heizlösungen, an Infoständen präsentieren sich regionale Anbieter, zu Wärmepumpen finden Beratungen vor Ort statt.
Am 9. Mai startet der erste Aktionstag in Köln (mehr Informationen), danach folgen Termine unter anderem in Aachen, Bielefeld, Dortmund oder Münster. Ein digitaler Infoabend am 5. Mai um 18.00 Uhr ergänzt das Angebot. Alle Orte und Termine sind hier zu finden.
Initiative „Heizkeller der Zukunft“ macht Wärmewende alltagstauglich
Die Aktionstage werden vom NRW-Wirtschafts- und Klimaschutzministerium und NRW.Energy4Climate gemeinsam mit Partnern aus Handwerk, Energieberatung, Industrie und Verbraucherverbänden umgesetzt. Sie haben sich Ende 2025 in der Initiative Heizkeller der Zukunft zusammengeschlossen. Die Initiative will unter anderem Informations- und Unterstützungsangebote stärken und Eigentümerinnen und Eigentümer bei der Auswahl passender klimafreundlicher Heizlösungen begleiten.
Wärmepumpen in Mehrfamilienhäusern: Innovative Konzepte
Die Initiative unterstützt auch innovative und standardisierbare Konzepte für Wärmepumpensysteme in Mehrfamilienhäusern. Drei Beispiele sind aktuell in der Erprobung. Wie die Lösungen aussehen, berichten drei Experten in Interviews.
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