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Wärmeplan.Check 2.0: Toolfunktionen für Kommunen verbessert

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Neue Funktionen für mehr Qualität, Vergleichbarkeit und Prozesssicherheit in der kommunalen Wärmeplanung – nach einer umfassenden Weiterentwicklung steht das Online-Tool Wärmeplan.Check allen Kommunen in Nordrhein-Westfalen nun in der Version 2.0 zur Verfügung. Es unterstützt Kommunen und ihre Dienstleister, die Qualität ihrer Ergebnisdaten zu prüfen und zu sichern, bevor sie diese an Land und Bund übermitteln. Den Kommunen, die das Tool noch nicht nutzen, bietet NRW.Energy4Climate eine Einführungsveranstaltung am 20. März an. 

Die Ausarbeitung und die Umsetzung der kommunalen Wärmepläne geht voran: Bereits 14 Prozent der Pläne in Nordrhein-Westfalen sind laut Wärmewendeatlas des Kompetenzzentrums Wärmewende (KWW) bereits jetzt und somit vor der gesetzlichen Frist abgeschlossen. Die neuen Funktionen des Wärmeplan.Checks machen die Überprüfung der Pläne noch schneller und einfacher. Sie sichern die Datenqualität und Vergleichbarkeit, bevor die Kommunen ihre Ergebnisse nach Abschluss des Wärmeplanungsprozesses an das Landesamt für Natur, Umwelt und Klima NRW (LANUK) melden. Die Nutzung des Tools vorab hilft so, eine einheitliche Datenlage auf Landesebene herzustellen.  

Einfach und schnell: Neuer Quick-Check 
Herzstück der neuen Version ist die integrierte Quick-Check-Funktion, die das bestehende Angebot um vertiefende inhaltliche und prozessbezogene Hinweise ergänzt. Die neuen Funktionalitäten erweitern den Wärmeplan.Check in mehreren zentralen Bereichen. Neu integriert wurden ergänzende Prozessmodule zu Themenfeldern, die zwar nicht zur Pflichtaufgabe nach dem Landeswärmeplanungsgesetz gehören, jedoch Bestandteil der Wärmeplanung nach dem Wärmeplanungsgesetz sind. Dazu zählen unter anderem die interne Organisation der Verwaltung, die Eignungsprüfung zu Beginn der Wärmeplanung, die Qualität der Datengrundlage sowie die Akteursbeteiligung im Rahmen des Planungsprozesses. 
Über strukturierte Checklisten lässt sich der Stand der notwendigen Arbeitsschritte erfassen, was der eigenen Planung und der internen Übersicht dient. Darüber hinaus wurden fachliche Hinweise zu den einzelnen Arbeitsschritten der Wärmeplanung erweitert und um erläuternde Inhalte ergänzt, die das Verständnis der vom Land erwarteten Ergebnisse erleichtern. 

Stimmt das Potenzial mit dem berechneten Zielszenario überein?
Ein weiterer Bestandteil der Version 2.0 sind automatisierte Plausibilitätsprüfungen. Am Ende jedes Abschnitts werden auf den Ergebnisseiten Hinweise und Warnungen ausgegeben, wenn Eingabedaten als potenziell falsch oder unplausibel erkannt werden. So wird beispielsweise darauf hingewiesen, wenn einer bestimmten Wärmequelle im Wärmeplan geringere Potenziale zugewiesen werden als im Zielszenario vorgesehen. 

Ergänzend wurden Rechentools integriert, die beispielsweise Berechnungen zur Trassenlänge neuer Wärmenetze überschlägig ermitteln oder überschlagen, um wieviel der Wärmebedarf reduziert würde bei einer angenommenen jährlichen Sanierungsrate. 

Grafische Übersicht und roter Faden 
Neue grafische Visualisierungen der Ergebnisdaten schaffen zudem einen schnellen Überblick und machen Unstimmigkeiten oder Lücken bei den eingegebenen Daten unmittelbar sichtbar, beispielsweise bei der Frage, ob die ausgewiesenen Maßnahmen die erforderlichen Treibhausgaseinsparungen bis zum Zieljahr vollständig abdecken. 

Insgesamt unterstützt der Wärmeplan.Check 2.0 Kommunen und ihre Dienstleister dabei, entlang eines klaren roten Fadens durch den Prozess der Wärmeplanung zu navigieren. Das Tool hilft, bereits während der Erstellung auf belastbare Ergebnisse hinzuarbeiten und die Datenbasis für die spätere Umsetzung frühzeitig mitzudenken. 

Zentrales Arbeitsinstrument auch für die Zukunft 
Jederzeit lassen sich dabei die Daten in das vom LANUK vorgegebene Datenformat exportieren, oder auch aus diesem in den Wärmeplan.Check importieren. So ist in jeder Phase der Wärmeplanung ein Einstieg möglich. Auch nach Fertigstellung des ersten Wärmeplans bleibt der Wärmeplan.Check ein zentrales Arbeitsinstrument: Er ermöglicht die fortlaufende Vervollständigung der Daten und die Bewertung von Entscheidungsfolgen innerhalb unterschiedlicher Zielszenarien und kann somit auch für die Fortschreibung der Wärmeplanung genutzt werden.

Die Auswirkungen des geplanten Gebäudemodernisierungsgesetzes auf die Wärmeplanung sind voraussichtlich eher gering. Die anstehende Novelle des Wärmeplanungsgesetzes des Bundes wird für Kommunen, die sich jetzt schon auf den Weg gemacht haben, kaum Auswirkungen haben. Hier bleibt es bei den aktuellen gesetzlichen Vorgaben. 

Die neue Version 2.0 des Tools Wärmeplan.Check ist weiterhin unter folgendem Link erreichbar: Wärmeplan.Check 

Bereits registrierte Nutzerinnen und Nutzer gelangen bei ihrer Anmeldung automatisch in die aktualisierte Version. 

Eine begleitende Sprechstunde zum Einstieg ins Tool und für Fragen zur Nutzung bietet NRW.Energy4Climate am Freitag den 20.03. von 10 bis 11 Uhr an.