Wärme & Gebäude

CO2-freie Wärme für den Gebäudesektor

Der Wärmesektor verursacht mit zirka 55 Prozent des heutigen Endenergieverbrauchs einen wesentlichen Anteil an den Treibhausgasemissionen in Deutschland und ist somit entscheidend für die erfolgreiche Bewältigung der Energiewende. Aktuell liegt der Anteil der Erneuerbaren Energien an der Wärmeversorgung bei etwa 15 Prozent.

Dem Ausbau von klimafreundlicher Wärme kommt daher eine besondere Bedeutung zu. NRW.Energy4Climate will die Voraussetzungen für die technisch-wirtschaftliche Machbarkeit und die breitenwirksame Umsetzung klimaneutraler Energien für Wärme- und Kälteanwendungen in NRW schaffen. Dafür aktiviert, unterstützt und begleitet die Landesgesellschaft die Marktakteure bei der Überwindung der unterschiedlichen Hemmnisse.

Um die Voraussetzungen für die Umsetzung konkreter Lösungen zu schaffen, stehen insbesondere folgende Fragen im Fokus:
 

  • Welche Energiemengen sind für eine klimaneutrale Wärmeversorgung erforderlich?
  • Welche CO2-freien Wärmequellen sind zu erschließen?
  • Welche Wärmequellen und Infrastrukturen werden benötigt, um ausreichend CO2-freie Energie im Gebäudesektor bereit stellen zu können?
  • Wie werden in Nordrhein-Westfalen die klimaneutralen Gebäude und Quartiere der Zukunft realisiert?
  • Wie gelingt die Systemintegration der Erneuerbaren Energien und anderer CO2-freier Quellen im Gebäudesektor?


Wärmewende im Gebäudesektor

Mit etwa 61 Prozent werden deutlich mehr als die Hälfte der Wärmeaufwendungen für die Beheizung und Warmwasserversorgung von Gebäuden verbraucht. Der Wärmesektor bietet die mit Abstand größten Potenziale für den Umstieg auf klimaneutrale Energieträger und die Senkung der Treibhausgasemissionen. Aktuelle Klimaschutzstudien zeigen deutlich: Die Steigerung der Energieeffizienz im Gebäudesektor muss beschleunigt werden. Nur die Senkung des Gebäudeenergiebedarfs bei gleichzeitigem Ausbau der klimaneutralen Energien verringert den notwendigen Energiebedarf und eröffnet einen Pfad in Richtung klimaneutraler Gebäudebestand 2045. Eine erfolgreiche Wärmewende im Gebäudesektor muss dabei auf die lokalen Gegebenheiten abgestimmt werden und basiert auf drei Säulen: Realisierung effizienter Gebäude und Wärmeinfrastrukturen, lokale Potenzialausschöpfung klimaneutraler Energien, Dekarbonisierung und bedarfsgerechter Ausbau leitungsgebundener Wärmeversorgung.

In der zukünftigen Wärmeversorgung Nordrhein-Westfalens spielen erneuerbare Heizsysteme sowie Wärmenetze eine wichtige Rolle. NRW profitiert dabei mit seinen urbanen Räumen von der mit Abstand größten Fernwärmeversorgung. Die Infrastrukturen benötigen jedoch weitere Innovationsschübe, um erneuerbare und industrielle Wärmequellen aufnehmen zu können.


Große Potenziale der erneuerbaren Wärme in NRW

Das LANUV hat mit seinen Potenzialstudien die signifikanten technischen Potenziale unterschiedlicher Erneuerbarer Energien aufgezeigt: So hat beispielsweise die oberflächennahe Geothermie ein Potenzial von 154 Terawattstunden (TWh) Wärme pro Jahr. Insgesamt beläuft sich der Wärmebedarf aller Wohngebäude in Nordrhein-Westfalen auf etwa 134 TWh pro Jahr. Weitere Potenziale stecken in der Nutzung von warmem Grubenwasser, industrieller Abwärme, Solarthermie und Biomasse.

 

Klimaschutztechnologien

Technische Innovationen – nicht zuletzt die Werkzeuge der Digitalisierung – vergrößern stetig den Raum für technisch-wirtschaftliche Anwendungsmöglichkeiten und neue Geschäftsmodelle. Dabei wird die Weiterentwicklung, Markteinführung und Verbreitung von Klimaschutztechnologien aktiv unterstützt, beispielsweise mit der Anwendung im Quartier:


KlimaQuartier.NRW – Energiewende „in a Nutshell“

Ein Schlüssel für die emissionsarme und lebenswerte Stadt der Zukunft sind CO2-neutrale Quartiere. Das Quartier bietet Chancen für integrierte und technisch-wirtschaftliche Lösungen beim Neubau und im Gebäudebestand. NRW.Energy4Climate wird die Realisierung von Quartierslösungen in Nordrhein-Westfalen vorantreiben: Das KlimaQuartier.NRW zeichnet sich aus durch energieeffiziente Gebäude mit einer innovativen Energieversorgung, die lokale klimafreundliche Energiequellen einbindet und eine intelligente Kopplung der Sektoren Wärme/Kälte, Strom und Mobilität. Solche erfolgreichen urbanen Energielösungen schaffen Mehrwerte für alle Beteiligten im Hinblick auf Planung, Finanzierung, Bau, Betrieb und Nutzung.

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