Die Idee ist so einfach wie gut: die Energie der Sonneneinstrahlung zur klimaneutralen Wärmebereitstellung nutzen. Dank verschiedener Kollektortypen kann die Solarthermie Wärme in verschiedenen Temperaturbereichen bereitstellen – und so zur Wärmewende in NRW beitragen.
Mit der Sonne steht uns die größte erneuerbare Energiequelle überhaupt zur Verfügung. Und mit Solarthermie wandeln wir ihre Energie in nutzbare Wärme um. Dies geschieht mit Kollektoren, die die Sonnenstrahlen absorbieren.
Die Vorteile liegen dabei klar auf der Hand: Wärme aus Solarthermieanlagen ist emissionsfrei und überall verfügbar. Auch entscheidend: Die Wärmepreise sind auf lange Sicht berechenbar und noch dazu unabhängig von Preisen anderer Energieträger.
Je nach Wetter, Tages- und Jahreszeit kommt die Sonneneinstrahlung unterschiedlich stark auf der Erdoberfläche an. Um diese Schwankungen auszugleichen, werden solarthermische Anlagen in der Regel mit thermischen Speichern und einer zusätzlichen Wärmequelle als Backup gekoppelt.
Einsatzbereiche von Solarthermie – vom Hausdach bis zur Quartiersversorgung
In Nordrhein-Westfalen kann die Solarthermie ihre Stärken vor allem in den ländlichen Regionen ausspielen und dort auf Dächern von Ein- und Mehrfamilienhäusern die Wärmeversorgung unterstützen. Darüber hinaus können solarthermische Großanlagen gerade in den Sommermonaten Sonnenenergie in die Wärmenetze einspeisen und so Haushalte, öffentliche Gebäude, Betriebe und sogar ganze Quartiere mit Wärme für Heizung und Warmwasser versorgen. Auch für industrielle Prozesswärmeanwendungen bis zirka 430°C sind sie geeignet.