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Auszeichnung „Energieeffiziente Nichtwohngebäude in NRW“ setzt Signal

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Nichtwohngebäude energieeffizient zu bauen und zu sanieren ist ein zentraler Baustein für das Erreichen der Klimaschutzziele. Am 22. April 2026 zeichnet das Land Nordrhein-Westfalen neun neue Vorbildprojekte mit dem Titel „Energieeffizientes Nichtwohngebäude in NRW” aus. Im Interview erklärt NRW-Wirtschafts- und Klimaschutzministerin Mona Neubaur, warum energieeffiziente Gebäude gerade jetzt wichtig sind. 

Warum ist es gerade jetzt wichtig, in energieeffiziente Gebäude zu investieren?
Mona Neubaur: Die Krisen und Konflikte unserer Zeit haben uns eines klar vor Augen geführt: Wer auf fossile Energie setzt, macht sich abhängig und verwundbar. Das wollen wir ändern. Erneuerbare Energien, effizientes Bauen und Sanieren – das ist unser Weg zu mehr Unabhängigkeit und Stabilität. Konkret bedeutet das: Heizkosten, die nicht mehr durch die Decke schießen, und ein Zuhause oder Gebäude, das dauerhaft bezahlbar bleibt. Wer heute in Energieeffizienz investiert, schützt seinen Geldbeutel und steigert gleichzeitig den Wert seiner Immobilie. Das ist kein Luxus – das ist ökonomisch klug. 

Was haben Immobilieneigentümer von der Auszeichnung?
Die Auszeichnung „Energieeffiziente Nichtwohngebäude in NRW“ ist ein klares Signal nach außen: Hier wird Verantwortung übernommen – für das Klima, für die Nutzerinnen und Nutzer und für die Zukunft. Ob Schule, Kita, Krankenhaus oder Bürogebäude – wer ausgezeichnet wird, zeigt, dass nachhaltiges Handeln funktioniert. Und es gibt einen ganz praktischen Vorteil: Die Auszeichnung eröffnet den Zugang zu Fördermitteln, etwa für das Energiemonitoring über unser Landesprogramm progres.nrw. Das zahlt sich aus. 

Warum legt die Auszeichnung neben der Energieeffizienz auch Wert auf technische Innovation?
Smarte Steuerungen, moderne Licht- und Lüftungstechnik – diese Technologien sind längst kein Zukunftsmärchen mehr, sie sind Realität. Und sie werden immer besser und günstiger. Ein gut vernetztes Gebäude spart nicht nur Energie, es ist auch komfortabler für alle, die darin arbeiten oder lernen. Wer jetzt in solche Technologien investiert, profitiert doppelt – durch Einsparungen und durch attraktive Förderangebote, die den Einstieg leichter machen als je zuvor.  

Wie wichtig ist die architektonische Gestaltung des Umfelds?
Gebäude sind keine Inseln. Sie prägen das Stadtbild, beeinflussen das Klima in der Nachbarschaft und wirken täglich auf die Menschen, die sie nutzen. Deshalb schauen wir bei der Auszeichnung nicht nur auf Dämmwerte und Technik, sondern auch auf die Frage: Wie gut fügt sich das Gebäude in sein Umfeld ein? Trägt es zu einer lebenswerten, funktionalen Umgebung bei? Nachhaltigkeit bedeutet für uns mehr als Energiesparen – es geht um Qualität, die man spürt. 

Unter den Bewerbungen sind aktuell mehr Neubauten als Sanierungsprojekte. Warum sind bei letzteren Anregungen und Vorbilder besonders wichtig?
Abreißen und neu bauen klingt manchmal einfacher – ist es aber nicht. Ein Neubau verbraucht enorme Mengen an Ressourcen und Energie, schon bevor der erste Mensch das Gebäude betritt. Bei einer Sanierung hingegen wird das genutzt, was schon da ist. Das schont Rohstoffe, spart CO2 und erhält oft auch historisch wertvolle Bausubstanz und gewachsene Stadtstrukturen. Das Potenzial ist riesig – gerade in NRW mit seinem reichen Gebäudebestand. Deshalb brauchen wir Vorbilder, die zeigen: Sanierung lohnt sich, sie ist möglich, und sie kann richtig gut aussehen. Jedes ausgezeichnete Sanierungsprojekt ist eine Einladung zum Nachmachen.

 

Mehr Informationen und Hintergründe in der Pressemitteilung und Pressemappe Energieeffiziente Nichtwohngebäude in NRW