Blaue und weiße Rohrleitungen mit Ventilen und einem weißen Kasten mit der Aufschrift 'H2 HYDROGEN' in einer Industrieanlage unter blauem Himmel.

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GET H₂ Nukleus bringt erneuerbaren Wasserstoff nach Nordrhein-Westfalen

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Der Ausbau der Wasserstoffinfrastruktur geht voran: Anfang August wurde im Projekt GET H2 Nukleus erstmals erneuerbarer Wasserstoff von der Elektrolyseanlage im niedersächsischen Lingen über eine rund 120 Kilometer lange Wasserstoffpipeline bis zum nordrhein-westfälischen Chemiepark Marl transportiert. Damit geht das Vorhaben von der Aufbauphase in den praktischen Betrieb über. Das zur Initiative GET H2 gehörende Projekt verbindet so erstmals in Deutschland die Erzeugung mit dem Transport über das Kernnetz und die industrielle Nutzung von Wasserstoff. Es wird im Rahmen des europäischen Förderprogramms IPCEI Hy2Infra vom Bund sowie den Ländern Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen gefördert. 

Am RWE-Standort in Lingen wird der erneuerbare Wasserstoff in einer Elektrolyseanlage mit zwei Elektrolyseuren erzeugt. Über Gasleitungen von OGE, Nowega und der Evonik-Tochter SYNEQT wird der Wasserstoff dann Richtung Chemiepark Marl transportiert. Bis Ende 2026 soll die Anlage eine Gesamtleistung von 200 Megawatt erreichen und ab 2027 auf 300 Megawatt erweitert werden.  

Durch die Nutzung von Strom aus erneuerbaren Energien – vor allem Offshore-Windstrom – erfüllt der erzeugte Wasserstoff die EU-Anforderungen für erneuerbare Kraftstoffe nicht-biologischen Ursprungs, kurz RFNBO. Dadurch können Abnehmer Nachhaltigkeitsnachweise erhalten und den Einsatz des Wasserstoffs auf ihre Dekarbonisierungsziele anrechnen. Mit dem erfolgreichen Wasserstofftransport sind die ersten Leitungsabschnitte des Projekts in den Netzbetrieb übergegangen. Erstmals lassen sich nun zentrale Prozesse wie Netzzugang, Kapazitätsbuchung und Bilanzierung unter realen Betriebsbedingungen erproben. 

Die im Projekt aufgebauten Leitungsabschnitte sind Teil des Wasserstoffkernnetzes. In Nordrhein-Westfalen befinden sich derzeit mehr als 1.600 Kilometer Wasserstoffleitungen im Aufbau. 

Weitere Informationen zum Projekt GET H₂ Nukleus finden Sie in unserem Praxisbeispiel:  
GET H2 Nukleus - NRW.Energy4Climate