Die Einführung eines Energiemanagements ist die wirtschaftlichste Art, Klimaschutz in öffentlichen Gebäuden zu betreiben. Nur wer Verbräuche kennt und versteht, kann Energiekosten gezielt und dauerhaft senken.
Das seit Ende 2023 geltende Energieeffizientgesetz (EnEfG) verpflichtet öffentliche Stellen zur jährlichen Übermittlung ihrer Verbrauchsdaten und zur Einhaltung fester Einsparziele. Ein funktionierendes Energiemanagement bildet nicht nur für öffentliche Stellen, sondern auch für Kommunen die optimale Basis, um Energiekosten nachhaltig zu senken und gleichzeitig die gesetzliche Meldepflicht strukturiert zu erfüllen. Dies gewinnt umso mehr an Bedeutung, da auf kommunaler Ebene zeitnah mit erweiterten Berichtspflichten zur Übermittlung von Energieverbräuchen an das jeweilige Bundesland zu rechnen ist.
Ein effizientes Energiemanagement besteht aus drei wesentlichen Phasen:
Energiedaten kennen: Den Anfang macht die lückenlose Transparenz. Durch kontinuierliche Datenerfassung werden Verbräuche mess- und sichtbar. Erst die gesicherte Datenbasis schafft ein klares Bild über den Status Quo der kommunalen Liegenschaften.
Zusammenhänge verstehen: Im nächsten Schritt werden die gewonnenen Daten analysiert und bewertet. Muster werden erkennbar, energetische Schwachstellen identifiziert und technische Mängel aufgedeckt. Das Verständnis darüber, wann und warum Energie verbraucht wird, ist die Voraussetzung für gezielte Optimierung.
Konsequent handeln: Auf Basis dieser Erkenntnisse erfolgt die Umsetzung. Durch eine bedarfsorientierte Steuerung der Anlagen und gezielte Maßnahmen werden die identifizierten Potenziale gehoben.
Dieser dreistufige Ansatz ermöglicht es Kommunen, Ressourcen zielgerecht einzusetzen und die Energiekosten öffentlicher Gebäude nachhaltig und messbar zu reduzieren.
Unterstützungsangebote der Landesgesellschaft für Energie und Klimaschutz
Wir unterstützen Sie je nach Kenntnisstand mit unterschiedlichen Angeboten, um Energiekosten gezielt zu senken:
Beginner stehen am Anfang des Prozesses und konzentrieren sich darauf, ihre Zählerstruktur zu erfassen und ihre Verbrauchsdaten sauber sowie regelmäßig zu dokumentieren.
Fortgeschrittene haben ihre Verbräuche bereits im Blick und schaffen nun die Basis für die fachliche Analyse.
Kenner werten ihre Daten bereits vollumfänglich aus und senken durch gezieltes Handeln ihre Energiekosten.