Kommunales Energiemanagement

Einsparpotenziale in öffentlichen Gebäuden finden und heben

Hände tippen auf Laptop-Tastatur, darüber schwebende Symbole für Datei, Ordner, Cloud-Upload, Sicherheit und Internet.

Ihr Kontakt

Maria Pantiou

Maria Pantiou

Fachexpertin Kommunales Energiemanagement

Die Einführung eines Energiemanagements ist die wirtschaftlichste Art, Klimaschutz in öffentlichen Gebäuden zu betreiben. Um Einsparpotenziale zu identifizieren, sind eine kontinuierliche Datenerfassung und Kontrolle notwendig.

Die regelmäßige Auswertung der Verbräuche zeigt „Energiefresser“ und Mängel, die sich durch eine bedarfsorientierte Steuerung der Anlagen frühzeitig erkennen lassen. NRW.Energy4Climate bietet Orientierung und unterstützt Kommunen auf dem Weg zu einem wirksamen Energiemanagement.

 

Information: Energiemanagement Glossar I Dokument zum Download.

 

Für die Umsetzung eines erfolgreichen kommunalen Energiemanagements bieten sich verschiedene Ansätze an, die auf die kommunalen Bedürfnisse zugeschnitten sind:

 

Mit dem Online-Tool Kom.EMS (Kommunales Energiemanagement-System) erhalten Kommunen eine professionelle, praktisch anwendbare und kostenfreie Hilfestellung bei der Einführung oder Optimierung eines Energiemanagementsystems. Das Werkzeug begleitet Kommunen von Beginn an und bezieht alle für das Energiemanagement relevanten Verwaltungsebenen und Instrumente mit ein, um dauerhaft Energie zu sparen. Durch praxiserprobte Arbeitshilfen, Checklisten und einen digitalen Leitfaden werden Prozesse wie Energiebeschaffung, Verbrauchsmonitoring und das Betriebsverhalten gebäudetechnischer Anlagen dauerhaft optimiert. Die Nutzung des Online-Tools Kom.EMS ist für Landkreise und Kommunen in Nordrhein-Westfalen kostenfrei. Darüber hinaus findet derzeit eine Kostenübernahme für die Erstzertifizierung nach dem Kom.EMS-Standard statt. 

Video: So geht Energieeinsparung: Kommunales Energiemanagement ganzheitlich

Mehr Informationen und FAQs gibt es hier

 

Die Energiekosten von öffentlichen Einrichtungen machen oft 40 bis 60 Prozent der Energiekosten der gesamten kommunalen Liegenschaften aus. Mit einem Energiesparmodell (sog. „fifty/fifty“-Projekt) in öffentlichen Bildungseinrichtungen lassen sich allein durch die Veränderung des Nutzerverhaltens Einsparungen in Höhe von ca. 8 Prozent erzielen. Die Einführung wird finanziell gefördert und über Bonussysteme (sog. Aktivitäts- und Energiesparboni) profitieren die Bildungseinrichtungen direkt von ihrem Engagement und ihren Energieeinsparungen.

Sowohl die Gebäudenutzerinnen und -nutzer als auch die im Hintergrund agierenden Träger werden zur aktiven Mitarbeit im Klimaschutz und zur Einsparung von Energie, Wasser und Abfall motiviert. CO₂-Einsparpotenziale in den Einrichtungen werden aufgedeckt und genutzt – durch individuelle Wege zur Einbindung in den täglichen Betrieb. Energieeffiziente Gebäudebewirtschaftung, klima- und ressourcenschonendes Verhalten und die Einbindung in die Bildungsarbeit werden so zur Selbstverständlichkeit.  

Energiesparmodelle unterstützen die Akteure vor Ort bei Unterrichtseinheiten oder Aktionen zum Thema Klima- und Umweltschutz. Hierzu gibt es weitere Angebote von NRW.Energy4Climate.

Die Einführung eines solchen Klima- und Umweltschutzprogramms wird durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit im Rahmen der Nationalen Klimaschutz Initiative (NKI) mit 70– 90 Prozent gefördert. Mehr Informationen gibt es hier

Energiespar-Contracting (ESC) bietet Kommunen die Möglichkeit, unabhängig von ihrer finanziellen und personellen Situation in die Energieeffizienz ihrer Liegenschaften zu investieren. Beim klassischen ESC überträgt die Kommune alle Aufgaben und Investitionen rund um die Energieeffizienzsteigerung der Gebäude auf einen externen Dienstleister, den sogenannten Contractor. Die geplante Reduzierung von Energiekosten und CO₂-Emissionen wird in einer vertraglich vereinbarten Einspargarantie festgehalten. Die Kommune erhält ein Maßnahmenpaket, das innerhalb eines vereinbarten Zeitraums durch den Contractor umgesetzt wird. Städte und Gemeinden können so langfristig ihre Energiekosten und die damit verbundenen CO₂-Emissionen senken und den kommunalen Haushalt dauerhaft entlasten. 

Energiespar-Contracting bietet eine vielversprechende Alternative zur Umsetzung von Sanierungsprojekten in Eigenregie und ist auch bei knappen Haushaltsmitteln umsetzbar. 

Video: Kurz erklärt: So funktioniert Energiespar-Contracting 

Weitere Informationen zu den Modellteilnehmenden können den Steckbriefen entnommen werden. 

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