Praxisbeispiel

Elektromobilität im Güterverkehr

Als Logistikunternehmen Kosten und Emissionen gleichzeitig senken? Das geht – bei Contargo.

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Dr. Joachim Frielingsdorf

Dr. Joachim Frielingsdorf

Referent Kommunikation

Als Logistikunternehmen Kosten und Emissionen gleichzeitig senken? Das geht – in NRW.

Um zukunfts- und wettbewerbsfähig zu bleiben, setzt Contargo, einer der führenden Anbieter intermodaler Containertransporte in Europa, auf E-Lkw und positioniert sich als Vorreiter der klimafreundlichen Logistik in Europa. Bis 2045 soll die gesamte Flotte von rund 1.000 Fahrzeugen elektrifiziert sein. Auf diese Weise gelingt es Contargo, seine CO₂-Emissionen signifikant zu reduzieren, steigenden Energie- und CO₂-Kosten zu begegnen, Mautgebühren zu senken und den wachsenden Kundenwunsch nach nachhaltigen Transportketten zu bedienen. Statt auf kleine Einzellösungen zu setzen, entschied sich Contargo für einen systemischen Wandel: Neben der Umstellung der Fahrzeuge auf E-Lkw baut das Unternehmen das größte private Ladenetzwerk für schwere Elektro-Lkw in Deutschland. An 15 strategisch wichtigen Standorten werden in Zusammenarbeit mit SBRS, einem Unternehmen der Shell Group, insgesamt 90 Ladepunkte mit einer Leistung von je 250 kW eingerichtet. Gefördert wird das Projekt vom Bundesministerium für Digitales und Verkehr. Die Förderrichtlinie wird von der NOW GmbH koordiniert und die Anträge werden durch das Bundesamt für Logistik und Mobilität bewilligt. 

Bereits heute sind über die Hälfte der 51 Ladepunkte an strategisch wichtigen Standorten in Betrieb. Die E-Lkw-Flotte umfasst derzeit 57 vollelektrische 44-Tonner, bis Ende 2025 sind 90 geplant.

Warum das Projekt überzeugt – und was andere daraus lernen können:

Immer mehr Kunden suchen nachhaltige Transportlösungen entlang ihrer Lieferkette. Wer als Spediteur oder Logistikdienstleister CO₂-neutrale Transporte anbieten kann, gewinnt einen echten Wettbewerbsvorteil.

Mit elektrisch betriebenen Lkw entfallen oder reduzieren sich zahlreiche umweltbezogene Kosten. Der Einsatz emissionsfreier Fahrzeuge senkt oder vermeidet CO₂-Abgaben und verbessert gleichzeitig die ESG-Bewertung, was bei Ausschreibungen und Finanzierungen zunehmend entscheidend ist.  

E-Lkw sind derzeit in Deutschland von der Lkw-Maut befreit – was bei hohen Streckenkilometern ein erheblicher finanzieller Vorteil ist. Selbst wenn diese Befreiung in Zukunft reduziert wird, bleiben emissionsfreie Fahrzeuge in vielen Ländern steuerlich und gebührenrechtlich bevorzugt.

Elektrolastwagen fahren nahezu geräuschlos, was neue Möglichkeiten eröffnet: Lieferungen in Wohn- und Mischgebieten können auch außerhalb der regulären Zeiten erfolgen, sogar nachts. Außerdem entfallen Zulassungshemmnisse in Verladezonen, die bisher aufgrund von Lärmschutzauflagen eingeschränkt waren.

Kaum Motorlärm und weniger Vibrationen sorgen für ein angenehmeres, konzentrierteres Fahrgefühl. Im Sommer kann die Klimaanlage auch im Stand betrieben werden, ohne dass der Motor laufen muss.

FAQ: Häufig gestellte Fragen zum Umstieg auf eine E-Flotte

Die Gesamtkosten über den Lebenszyklus (TCO – Total Cost of Ownership) von emissionsfreien Lkw können bereits heute – abhängig vom Einsatzzweck – auch ohne staatliche Förderung wettbewerbsfähig sein. 

Die Anschaffungskosten von batterieelektrischen Lkw liegen aktuell höher als die eines Diesel-Lkw. Doch auf der Kostenseite im laufenden Betrieb zeigen sich bereits heute Vorteile: geringere Energiekosten, weniger Verschleiß sowie entfallende Mautgebühren machen den emissionsfreien Lkw bei hoher täglicher Fahrleistung zunehmend wirtschaftlich. 

Mit dem kostenlosen Online-Tool „My eRoads“ des Instituts für Energie- und Umweltforschung Heidelberg (ifeu) lassen sich individuelle TCO-Berechnungen für batterieelektrische Lkw im Jahr 2025 simulieren. Ein Beispiel: 

  • Fahrzeugtyp: Sattelzugmaschine
  • Haltedauer: 8 Jahre
  • Tagesfahrleistung: 400 km im Regionalverkehr
  • Jährliche Fahrleistung: 92.000 km 

Hinweis: In dieser Berechnung wurden keine Förderungen für Fahrzeug oder Ladeinfrastruktur berücksichtigt. 

Das öffentliche Ladenetz für batterieelektrische Lkw befindet sich aktuell im Aufbau. Ladeparks sollen dabei möglichst nahe an Autobahnen entstehen, idealerweise ergänzt durch eine passende Infrastruktur für Fahrerinnen und Fahrer, etwa sanitäre Einrichtungen, Einkaufsmöglichkeiten oder Aufenthaltsräume. 

Im Rahmen einer Bundes-Ausschreibung wird der erste Ausbau­schritt auf unbewirtschafteten Rastplätzen erfolgen, später folgen auch bewirtschaftete Standorte. Ziel ist es, bis 2030 rund 4.200 Ladepunkte an 350 Standorten in Deutschland zu realisieren. 

Parallel dazu investieren auch privatwirtschaftliche Anbieter in den Aufbau eigener Ladeparks für den Schwerlastverkehr, und tragen so zur flächendeckenden Versorgung bei.

Batterieelektrische Lkw sind heute bereits in vielen Bereichen praxistauglich einsetzbar; vor allem dort, wo regelmäßige Routen, begrenzte Distanzen und planbare Standzeiten gegeben sind. In Nordrhein-Westfalen kommen sie unter anderem in der innerstädtischen Logistik, im regionalen Verteilerverkehr, in der Abfallwirtschaft, bei der Straßenreinigung, im Lebensmittel- und Gütertransport sowie auf Umschlagplätzen wie See- und Binnenhäfen zum Einsatz. 

Besonders für den Ein- oder Zweischichtbetrieb mit Fahrstrecken von wenigen hundert Kilometern und ausreichend Ladezeit zwischen den Einsätzen sind batterieelektrische Lkw wirtschaftlich attraktiv. Zusätzliche Vorteile entstehen, wenn mautpflichtige Strecken befahren werden, denn für emissionsfreie Fahrzeuge entfällt die Lkw-Maut. 

Im Fern- und Langstreckenverkehr beginnt der Markthochlauf aktuell. Die Reichweiten neuer Modelle steigen stetig. Einige erreichen bereits 500 bis 600 Kilometer mit einer Ladung. Parallel entsteht die notwendige Infrastruktur: Der Bund baut Ladepunkte auf unbewirtschafteten Rastplätzen aus, und auch private Anbieter investieren in Schnellladeparks entlang der Autobahnen. So werden künftig weitere Einsatzzwecke über die Mittelstrecke hinaus erschlossen. 

Das Land Nordrhein-Westfalen unterstützt den Aufbau von Schnellladeinfrastruktur für batterieelektrische Lkw. Die Förderung beträgt 40 Prozent bzw. bei großen Unternehmen 20 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben bis maximal 50.000 Euro je Ladepunkt. Weitere Informationen zur Förderung finden Sie hier.

Weitere Informationen zum Thema E-Lkw finden Sie hier.

Wirtschaftlich, ökologisch, zukunftssicher 

Unternehmen wie Contargo zeigen: Wer heute investiert, profitiert langfristig. 
Contargo zeigt eindrucksvoll, dass nachhaltige Transformation im Logistiksektor möglich und wirtschaftlich realisierbar ist – wenn man den Mut hat, ganzheitlich zu denken und Elektromobilität als Wettbewerbsfaktor versteht. Wer heute in Ladeinfrastruktur, Digitalisierung und emissionsfreie Fahrzeuge investiert, sichert sich nicht nur ökologische Vorteile, sondern auch operative Effizienz und Zukunftsfähigkeit.  
 
Dabei helfen wir Ihnen gerne weiter. Profitieren auch Sie und werden Sie dabei Teil des Wandels. Starten Sie jetzt mit unserer Hilfe Ihr Klimaschutzprojekt. Zeigen Sie: #DasGehtInNRW.

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Referent Kommunikation

Das geht in NRW – Als Logistikunternehmen Kosten und Emissionen senken

Das Logistikunternehmen Contargo zeigt, wie nachhaltige Logistik Realität wird: mit elektrischen Lkw, eigener Ladeinfrastruktur und einem klaren Plan für die Zukunft. Bis 2045 will das Unternehmen seine Flotte komplett elektrifizieren. Was Contargo bereits heute erreicht hat, wie der Logistiker dabei Kosten reduziert und sich unabhängiger von fossilen Energien macht, erfahren Sie im Video.