| Pressemitteilung
Den Strombedarf kostensicher und zuverlässig decken: Das ermöglicht die Direktbelieferung mit Grünstrom. Das geht in NRW: Ein nahegelegener Wind- oder Solarpark versorgt Unternehmen langfristig mit Erneuerbarer Energie und schafft so mehr Planungssicherheit bei den Energiekosten. Ein bundesweiter Vorreiter ist die BENTELER Gruppe. Christian Mildenberger, Geschäftsführer von NRW.Energy4Climate, hat das BENTELER-Werk in Lichtenau-Kleinenberg heute (12. August) besichtigt.
„Direktbelieferung lohnt sich doppelt: Unternehmen können so nicht nur auf grünen Strom umstellen, sondern vor allem auch dank des Wegfalls insbesondere der Netzentgelte langfristig mit weitaus niedrigeren Energiepreisen planen“, betont Christian Mildenberger. „In diesem Sinne löst die Direktbelieferung das Versprechen der Energiewende ein: Denn niedrige Energiepreise entlasten die Unternehmen, verringern ihre Abhängigkeit von den volatilen Energiemärkten und ermöglichen Investitionen in die Zukunft. Ökonomie und Ökologie werden hier im besten Sinne aller Welten miteinander vereint.“
Zu den bundesweit ersten Unternehmen, die eine Direktbelieferung von Ökostrom nutzen, zählt die BENTELER Gruppe. Für das BENTELER-Werk in Lichtenau-Kleinenberg hat das Unternehmen aus der Automobilindustrie einen Liefervertrag mit der Asselner Windkraft GmbH geschlossen, die wiederum zum Firmenverbund der HellwegWind GmbH gehört. Die etwa 10 Kilometer lange Leitung vom Windpark deckt rund 50 Prozent des Strombedarfs im Lichtenauer Werk direkt ab. Die Direktbelieferung ist seit Anfang 2025 in Betrieb. Vorausgegangen war eine mehrjährige Vorbereitung, in der BENTELER gemeinsam mit den Partnern die Voraussetzungen für diese Form der Grünstromversorgung geschaffen hat.
„Für BENTELER ist der Bezug von Grünstrom ein wichtiger Baustein auf dem Weg zu unseren Klimazielen“, erklärt Christoph Drühe, Commodity Manager Energy (Leiter Energieeinkauf) bei der BENTELER Gruppe. „Mit der Direktbelieferung aus dem Windpark reduzieren wir nicht nur unsere Scope-2-Emissionen, sondern gewinnen gleichzeitig langfristige Planungssicherheit bei der Strombeschaffung. Genau diese Kombination aus Nachhaltigkeit und wirtschaftlicher Stabilität macht das Modell für uns so attraktiv.“ Die Erfahrungen am Standort Lichtenau-Kleinenberg sollen zugleich dazu beitragen, die Direktbelieferung mit Erneuerbaren Energien auch an weiteren Standorten weiterzuentwickeln.
Kai Sonntag, Werksleiter des BENTELER-Werks in Lichtenau-Kleinenberg, ergänzt: „Unser Anspruch ist es, den Standort kontinuierlich weiterzuentwickeln und neue Technologien frühzeitig in die Praxis zu bringen. Die Direktbelieferung mit Grünstrom ist ein gutes Beispiel für diesen Pioniergeist: Wir gehen neue Wege, stärken die Zukunftsfähigkeit unseres Standorts und gestalten gleichzeitig unsere Energieversorgung nachhaltiger.“
Dass die BENTELER Gruppe neue Wege bei der Strombeschaffung eingeschlagen hat, begrüßt Steffen Lackmann, Geschäftsführer der HellwegWind GmbH: „Die Windbranche braucht viel mehr solcher industrieller Stromkunden wie die BENTELER Gruppe. Damit können wir beweisen, dass die Erneuerbaren eine der kosteneffizientesten und zuverlässigsten Formen der Energieerzeugung und für den Erhalt der Industrie unerlässlich sind. Aus unserer Sicht sendet die Bundespolitik derzeit mit einer stärkeren Ausrichtung auf fossile Energieträger das falsche Signal. Für die Industrie braucht es verlässliche Rahmenbedingungen, die den Ausbau erneuerbarer Energien unterstützen.“ Für Steffen Lackmann zählt die Direktbelieferung zu den wichtigsten Stellschrauben, wie kleinere und mittelständische Unternehmen ihre Stromkosten langfristig senken und gleichzeitig auf einen grünen Bezug umstellen können.
Nicht erst seit Beginn der kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen den USA und dem Iran Ende Februar, danach allerdings vermehrt, habe die HellwegWind GmbH Anfragen von Industriebetrieben für eine Direktbelieferung erhalten, lässt Lackmann durchblicken: „Wir stehen mit mehreren Unternehmen im Austausch, auch mit der BENTELER Gruppe prüfen wir aktuell die Erweiterung der Direktbelieferung durch Solarstrom und Wasserstoff am Standort Kleinenberg sowie an einem weiteren Standort.“
NRW.Energy4Climate bietet Unterstützung
Die Landesgesellschaft für Energie und Klimaschutz unterstützt Unternehmen, die an einer Direktbelieferung mit Grünstrom interessiert sind. Der Leitfaden „Grünstromversorgung für Unternehmen – mit PPA, Direktleitung oder Grünstromvertrag Erneuerbare Energien gezielt nutzen und wirtschaftlich davon profitieren“ gibt eine Orientierung über verfügbare Modelle und führt durch die erfolgreiche Grünstrombeschaffung.
Zum Hintergrund: #DasGehtInNRW
Unter dem Motto „Das geht in NRW!“ präsentiert NRW.Energy4Climate Vorzeigeprojekte der Energiewende. Durch Vor-Ort-Besuche, Öffentlichkeitsarbeit und der Darstellung des Projekts auf www.energy4climate.nrw steigert die Landesgesellschaft für Energie und Klimaschutz die Bekanntheit und treibt so die Umsetzung klimarelevanter Maßnahmen voran. Das BENTELER-Werk in Lichtenau ist eines von zahlreichen Beispielen, die zeigen: #DasGehtInNRW.
Weitere Beispiele erfolgreicher Energiewende finden sich hier: Praxisbeispiele der Transformation in NRW
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