Pressemitteilung

NRW weiterhin Spitzenreiter bei der Windenergie – keine Zeit für Bremsen aus Berlin

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Nordrhein-Westfalen hat sich in den vergangenen Jahren zum bundesweiten Spitzenreiter beim Windenergieausbau entwickelt. Dank schnellerer Genehmigungen und beschleunigter Verfahren verzeichnete NRW in den zurückliegenden drei Jahren Rekordzubauwerte. Um diesen Kurs nicht zu gefährden, werden dringend verlässliche Rahmenbedingungen benötigt, wie Christian Mildenberger, Geschäftsführer von NRW.Energy4Climate, heute auf dem Branchentag Windenergie NRW in Neuss betont.

„Wir stecken mitten im Beschleunigungsprozess. Ihr Ziel von mindestens 1.000 Windkraftanlagen bis 2027 wird die Landesregierung deutlich übertreffen. Wer bei einem solchen Rekordausbau das Tempo rausnehmen will, verkennt die Bedeutung für die Wirtschaft und die Industrie. Wir brauchen nicht weniger, sondern wesentlich mehr Windenergie im Land, um Nordrhein-Westfalen zur ersten klimaneutralen Industrieregion Europas zu machen“, so Mildenberger. 

In den ersten sechs Monaten des vergangenen Jahres waren landesweit 117 Windenergieanlagen mit 598 Megawatt Leistung neu ans Netz gegangen, für das erste Halbjahr in diesem Jahr sind im Marktstammdatenregister 90 Anlagen mit knapp 500 Megawatt Leistung vorläufig gemeldet worden. „Da im Januar und Februar wegen Schnee und Eis die Errichtung neuer Windenergieanlagen wochenlang geruht hat, ist der statistische Rückgang zur Jahresmitte nicht dramatisch“, ordnet Mildenberger die Zahlen ein. „Die Zahlen zeigen aber auch: Der Ausbau ist kein Selbstläufer. Wir dürfen bei diesem Tempo nicht nachlassen, sondern müssen den Ausbau mit Akzeptanz und Ambition weiterhin kraftvoll vorantreiben.“  

Trotz der guten Ausbauzahlen steht die Windbranche in NRW derzeit vor verschiedenen Herausforderungen: Sinkende Zuschlagswerte bei gleichzeitig hohen Preisen beim Kauf neuer Windturbinen drücken auf die Wirtschaftlichkeit gerade kleiner Projekte. Der Geschäftsführer der Landesgesellschaft für Energie und Klimaschutz blickt vor allen Dingen mit einer klaren Erwartungshaltung auf die Bundesebene: „Vor allem der so genannte Redispatch-Vorbehalt im geplanten Netzpaket des Bundeswirtschaftsministeriums muss so verändert werden, dass es keinen Fadenriss beim Ausbau der Windenergie gibt.“

Mit dieser Erwartungshaltung ist Mildenberger nicht allein. Alle Bundesländer hatten sich auf der letzten Energieministerkonferenz einstimmig für einen beschleunigten Ausbau der Erneuerbaren Energien ausgesprochen und geplante Gesetzesänderungen wie den Redispatch-Vorbehalt kritisiert. Christian Mildenberger: „Wir müssen die Erneuerbaren Energien als das behandeln, was sie sind: ein strategischer Wettbewerbsfaktor. Nur durch einen ambitionierten Ausbau machen wir unsere Wirtschaft zukunftsfest. Hemmnisse müssen wir auf allen Ebenen abbauen, anstatt neue zu schaffen. Nur dann können Industrie und Gewerbe weiterhin auf preiswerten Windstrom per Direktleitung setzen.“