| Newsbeitrag
Der neue Leitfaden „Wärmeversorgungstechnologien – Leitfaden zum Einsatz erneuerbarer Wärmetechnologien in der Gebäudeversorgung” von NRW.Energy4Climate unterstützt sowohl während der Kommunalen Wärmeplanung als auch im Anschluss: Er hilft den 396 Kommunen in Nordrhein-Westfalen dabei, konkrete Gebiete und Wärmequellen genauer zu betrachten, bevor sie Entscheidungen über eine künftige zentrale oder dezentrale Wärmeversorgung treffen.
Bereits 131 Kommunen haben Stand November 2026 ihre Wärmepläne beim Landesamt für Natur, Umwelt und Klima NRW eingereicht. Jetzt sind besonders von diesen Kommunen und weiteren Akteuren wie Stadtwerken und Versorgern, der Wohnungswirtschaft, Projektentwicklern und Bürgerenergiegenossenschaften wichtige Entscheidungen für die Zukunft zu treffen. Doch der Leitfaden bietet auch jenen Kommunen eine fundierte Entscheidungsgrundlage, die sich noch im Prozess der kommunalen Wärmeplanung befinden und die ihre Potenziale vor Ort systematisch prüfen und einordnen wollen. Er hilft dabei, Versorgungsgebiete genauer zu analysieren, lokal verfügbare Wärmequellen zu untersuchen und mit dem Bedarf von vorhandenen Wärmeabnehmern abzugleichen. Die Empfehlungen gibt der Leitfaden detailliert nach Anwendungsfall.
Welche Wärmetechnologie ist wo geeignet?
Die Auswahl der passenden Technologie und Wärmeinfrastruktur hängt stark von den örtlichen Gegebenheiten ab. Besonders wichtig ist die Frage: Welche Kriterien sollten für die Ausweisung von zentralen beziehungsweise dezentralen Gebieten beachten werden?
Zentrale Lösungen mit einem Wärmenetz sind unter anderem dort sinnvoll, wo eine hohe Wärmedichte durch viele Abnehmer vorliegt. Potenzielle Ankerkunden und lokale Potenziale für eine erneuerbare Wärmeerzeugung beispielsweise mit Hilfe von Abwärme, Geothermie oder Abwasserwärme sprechen oft für den Einsatz eines zentralen Wärmenetzes.
Dezentrale Lösungen, wie oberflächennahe Geothermie, Biomasse oder allen voran die Wärmepumpe, bieten breit einsetzbare Möglichkeiten für Wohngebäude, Unternehmen, Quartiere oder kleinere Versorgungsstrukturen.
Aufbereitet ist der Leitfaden mit vielen praktische Hinweisen, Übersichten, Checklisten und Hinweisen zu weiterführenden Informationsquellen. Der Leitfaden ist Teil der Reihe „Kommunale Wärmeplanung in NRW“, die neben der Auswahl der Wärmetechnologien auch die Wirtschaftlichkeitsberechnung, Erläuterungen zum Landeswärmeplanungsgesetz, sowie Grundlagen der Kommunalen Wärmeplanung in den Blick nimmt.
Vertiefung im Angebot Wärmewende-Coaching
Einen vertiefenden, persönlichen Austausch zum Thema bietet das Team von NRW.Energy4Climate mit dem Angebot „Wärmewende-Coaching“. Das kostenlose Angebot richtet sich an Kommunalverwaltungen, Stadtwerke, Energieversorger, kommunale Betriebe, Wohnungswirtschaftsunternehmen, (Ab‑)wärmelieferanten und Bürgerenergiegesellschaften. Anfragen zur Terminabsprache bitte über waerme@energy4climate.nrw.
Zum Leitfaden Kommunale Wärmeplanung in Nordrhein-Westfalen - 5. Baustein
Weitere Informationen zum Kompetenzzentrum Wärmewende NRW: www.waermewende.nrw
Weitere Themen