Neben Kooperationen mit konkreten Partnerländern und -regionen arbeitet NRW.Energy4Climate innerhalb verschiedener internationaler Projektkonsortien, unter anderem bei den Themen Klimabildung, Wasserstoff, Fernwärme, kommunaler Austausch und Mobilität.
Die Landesgesellschaft für Energie und Klimaschutz ist an folgenden internationalen Projekten beteiligt und arbeitet aktiv an deren Umsetzung mit:
ACE-Hub
Im Jahr 2022 haben die Landesregierung Nordrhein-Westfalen und das UN-Klimasekretariat in Bonn ein Zentrum für Klimabildung mit dem Titel „ACE-Hub – Action for Climate Empowerment“ gestartet. Mit den Veranstaltungen des ACE-Hub sollen die Ziele des Artikel 12 des Pariser Klimaschutzabkommens unterstützt werden, der u. a. auf die Verbesserung von Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten sowie Bewusstseinsbildung zu Klimaschutzthemen abzielt.
Die Aktivitäten des ACE-Hubs werden über ihre drei Säulen durchgeführt, die sich auf nationale ACE-Focal-Points, die Jugend und die Zusammenarbeit verschiedener Stakeholder konzentrieren. In Rahmen des Projekts vernetzen sich junge Menschen aus NRW und aus aller Welt. Unternehmen, Kommunen und weitere Stakeholder aus NRW haben die Möglichkeit, über den ACE-Hub an den UNFCCC-Veranstaltungen mitzuwirken. NRW.Energy4Climate unterstützt die Landesregierung bei der Umsetzung dieses Projekts.
Links:
Action for Climate Empowerment Hub | UNFCCC
Vereinte Nationen und Land Nordrhein-Westfalen gründen Zentrum für Klimabildung in Bonn | Land.NRW
Ansprechpartner: Manuel David, manuel.david@energy4climate.nrw, +49 211 822086544
Next Generation Budget
Seit 2024 unterstützt die Landesregierung das internationale Projekt „Next Generation Budget“ der Under2 Coalition in der Rolle als Lead Government. Das Projekt zielt darauf ab, öffentliche Haushalte stärker an Klima- und Nachhaltigkeitszielen auszurichten und die Finanzierung für Klimaprojekte zu fördern. Mit diesem Engagement übernimmt das Land eine Vorreiterrolle bei der Weiterentwicklung nachhaltiger Haushaltsstrategien und setzt ein klares Signal für Klimaschutz und generationengerechte Finanzpolitik.
Ansprechpartner: Manuel David, manuel.david@energy4climate.nrw, +49 211 82208654
Climate-Smart-Municipalities
Climate-Smart Municipalities (CSM) ist ein generationenübergreifendes Projekt für gegenseitigen Wissenstransfer und Inspirationsaustausch. Zwölf Städte aus Minnesota (USA) und NRW engagieren sich in regelmäßigen Online-Sitzungen, Delegationsreisen, Workshops und Vernetzungsveranstaltungen. Ziel ist es, den kommunalen Klimaschutz voranzutreiben. Seit seiner Gründung in den 2010er Jahren hat sich das Netzwerk stark erweitert. Neben Kommunen sind auch Forschende, Studierende, NGOs, lokale Unternehmen und Schulen eingebunden.
Ansprechpartner: Manuel David, manuel.david@energy4climate.nrw, +49 211 822086544
RH2INE
NRW.Energy4Climate betreut die im Jahr 2020 vom Land NRW und der Provinz Zuid-Holland ins Leben gerufenen Initiative RH2INE (Rhine Hydrogen Integration Network of Excellence). Koordiniert wird die Initiative durch ein beim belgischen H2-Cluster WaterstofNet angesiedeltes Programmbüro. Langfristiges Ziel der grenzübergreifenden Zusammenarbeit ist die Etablierung eines klimaneutralen Transportkorridors im Rhein-Alpen-Raum durch die Nutzung von Wasserstoff als alternative Antriebstechnologie. Im Fokus liegen hierbei die Dekarbonisierung des Güterverkehrs, mit Fokus auf der Binnenschifffahrt und der Aufbau der dafür notwendigen Infrastruktur in den Häfen. Das Projekt hat bereits ein breites Netzwerk von 60 privaten und öffentlichen Akteuren aufgebaut und weitere Regionen in den Niederlanden, Belgien, Frankreich, Österreich, Schweiz und Deutschland eingebunden. Neben regelmäßigen Treffen der Arbeitsgruppen tauschen sich die Partner der Kooperation einmal jährlich mit Stakeholdern aus Industrie, Wirtschaft und Politik im Rahmen der RH2INE-Konferenz aus.
Projektwebseite: RH2INE
Ansprechpartnerin: Stefan Garche, +49 211 8220 864-04, stefan.garche@energy4climate.nrw
RAPIDH – Renewable and Affordable Process-Integrated District Heating
NRW.Energy4Climate ist Partner im Konsortium RAPIDH gemeinsam mit dem Danish Board of District Heating, Energy Cluster Denmark, Artelia A/S und EMD International. Die Fördergelder werden von der Dänischen Energieagentur bereitgestellt. Das RAPIDH-Projekt entwickelt eine softwarebasierte Lösung, um die Integration von Prozessabwärme in Fernwärmenetze zu modellieren, zu analysieren und zu optimieren. Die Lösung wird in elf Industrieunternehmen und im Fernwärmebereich erprobt und demonstriert. In NRW wurde die Stadt Siegen ausgewählt, Teil des Projektes zu werden. Ein dänisches Consultingunternehmen wird mit Hilfe der Software eine Studie durchführen und berechnen, wie die Abwärme des Unternehmens BGH Edelstahl in ein zukünftiges Fernwärmenetz eingespeist werden kann.RAPIDH - Renewable & Affordable Process-Integrated DH | DBDH
Ansprechpartnerin: Magdalena Sprengel, +49 211 8220 864-59, magdalena.sprengel@energy4climate.nrw
INTREPIDH
Das Projekt „Interregional Examples of the Process Industry and District Heating“ (INTREPIDH) beschäftigt sich mit der Rolle von Kommunen bei der Dekarbonisierung industrieller Prozesswärme mithilfe von Fernwärme. Als Katalysatoren sollen sie die lokale Industrie für die Nutzung von Prozesswärme auf Basis von Fernwärme motivieren. Das Projekt hat sich drei wesentliche Ziele gesetzt:
Kommunen befähigen, die Zusammenarbeit zwischen Industrieunternehmen und Fernwärmeversorgern zu erleichtern, die kommunale Wärmeplanung zu verbessern und Investitionsentscheidungen zu beschleunigen,
bei lokalen/regionalen/nationalen Behörden, Fernwärme- und Industrieunternehmen und -organisationen sowie Forschungseinrichtungen ein Bewusstsein für Fakten, Potenziale und bewährte Verfahren zu schaffen,
Entwicklung eines Netzwerks für den weiteren Wissensaustausch zu Innovationen und Aktivitäten in Deutschland, Frankreich, Dänemark und ganz Europa.
Dafür werden ein internationaler Best-Practice-Katalog und eine Webinarreihe erarbeitet. Partner des Projektes sind die dena, das Danish Board of District Heating, die Stadt Rostock, sowie die französischen Cluster Axelera und Allice.
Deutsche Energie-Agentur I Dekarbonisierung von Prozesswärme
Ansprechpartnerin: Magdalena Sprengel, +49 211 8220 864-59, magdalena.sprengel@energy4climate.nrw