Der bundesweit tätige Recyclingspezialist REMONDIS mit Stammsitz in Lünen setzt schon seit vielen Jahren auf alternative Antriebe in den verschiedensten Varianten.
Das Unternehmen stellt die eigene Fahrzeugflotte mit über 10.000 Fahrzeugen sukzessive um und setzt dafür sowohl Elektrofahrzeuge ein, die mit Batterieantrieb oder mit wasserstoffbetriebener Brennstoffzelle ausgerüstet sind, als auch LKW, die Biodiesel oder Biogas nutzen.
Beispiele aus der Praxis
Wie der Einsatz alternativer Antriebe aussehen kann, zeigen einige Beispiele aus NRW:
Biogas im Münsterland
Im Münsterland setzt das Unternehmen im Rahmen einer Kooperation mit der Westfalen Gruppe auf Biogas – auch Bio-CNG genannt – als alternativen Kraftstoff. An der Bio-CNG-Tankstelle in Coesfeld können alle marktüblichen LKW und PKW das nicht-fossile Biogas tanken, das aus Abfall- und Reststoffen gewonnen wird. Die langfristig angestrebte Zusammenarbeit soll den Klimaschutz in Kommunen weiter vorantreiben und die Abfalllogistik im innerstädtischen Verkehr umweltfreundlicher gestalten.
Elektromobilität am Standort Köln
Der Unternehmensstandort in Köln hat eine besondere Verbindung zur Elektromobilität, denn hier wurden bereits einige E-Fahrzeuge in den letzten Jahren eingesetzt. Zuletzt war es der Mercedes-Benz eActros 600: Im Rahmen des Kundentests durfte REMONDIS als eines der ersten Unternehmen den E-Lkw für den Fernverkehr ein Jahr lang auf Herz und Nieren testen. Die Ergebnisse haben überzeugt und befürworten einen langfristigen Einsatz von E-Fahrzeugen in der Abfallsammlung – auch auf Langstrecke.
Öffentlich-private Partnerschaften setzen auf Wasserstoff
Auch der Einsatz von Wasserstoff nimmt zu. So haben einige der öffentlich-privaten Partnerschaften in NRW des Unternehmens dieses Potenzial bereits für sich erkannt: Die Entsorgungsbetriebe Essen (EBE), die Wirtschaftsbetriebe Oberhausen (WBO) und die Mülheimer Entsorgungsgesellschaft (MEG) setzen jeweils ein elektrisch betriebenes Fahrzeug mit Brennstoffzellen ein. Wasserstoff stellt einen weiteren Baustein dar, um die Abfalllogistik Stück für Stück emissionsfreier zu machen.