Das Klimadashboard der Stadt Münster wird auf einem Smartphone dargestellt

Praxisbeispiel

Klimadashboard Münster

Infoplattform visualisiert Fortschritte im Klimaschutz

70

von 125 Bussen der Stadtwerke-Flotte fahren elektrisch

Ihr Kontakt

Carolin Wicke

Carolin Wicke

Klimanetzwerkerin Region Münsterland

Alexandra Hahn

Alexandra Hahn

Referentin Kommunikation

Das Klimadashboard der Stadt Münster ist ein leicht verständliches Monitoringtool in Form einer Webseite, mit dem insbesondere Entscheidungsträger:innen in Münster arbeiten. Es zeigt zudem für die breite Öffentlichkeit auf, wo Münster Fortschritte im Klimaschutz macht und welche weiteren Handlungsbedarfe bestehen. Richtungsweisend für die Entwicklung waren die Grundsätze der „Smart City”: Transparenz, Automatisierung und Kooperation. Daher setzt die Stadt auf Open Data (Offene Daten) und Open Source (Freie Software) und stellt das Dashboard kostenlos auch für andere Kommunen zur Verfügung.

Herausforderung

Die Stadt Münster hat sich das Ziel gesetzt, bis 2030 klimaneutral zu
werden. Auf dem Weg dorthin stellten die Verantwortlichen schon früh fest: Um bei der Umsetzung möglichst zielgerichtet vorgehen und große Hebel für den Klimaschutz fokussieren zu können, benötigen Entscheidungsträgerinnen und -träger gut aufbereitete Informationen über Entwicklungen und Potenziale, die bereits erreichte Fortschritte und weitere Handlungsbedarfe sichtbar machen. An Daten mangelte es nicht, jedoch fehlte ein geeignetes Instrument, um diese anschaulich darzustellen und zusammenzuführen.

Investition in die Zukunft Ziel des Projekts

Heute füllt ein digitales Klimadashboard diese Lücke. Das Monitoringtool bildet den aktuellen Datenstand zu zentralen Parametern der Klimaarbeit ab und macht so die Fortschritte der Stadt auf dem Weg zur Klimaneutralität ersichtlich. Damit schafft die Stadt Verständnis für die entscheidenden Stellschrauben im kommunalen Klimaschutz. Zugleich werden Informationsbarrieren innerhalb der Verwaltung reduziert und das Vertrauen der Stadtgesellschaft in die Verwaltung gestärkt. Im Sinne einer intelligenten, vernetzten Smart City hilft das Klimadashboard zudem mit automatisierter Datenverfügbarkeit, Verwaltungsaufgaben zu unterstützen.

Besonderheit 

Dank der Freigabe der Software als Open Source ist die Stadt, unabhängig von einem bestimmten Anbieter, in der Lage, das Tool zu verwalten und weiterzuentwickeln. Besonders hervorzuheben ist zudem, dass das Dashboard dank der Open Source Lizenz von anderen Kommunen einfach kopiert werden kann. Den Code und eine Anleitung für das Dashboard stellt die Stadt Münster kostenlos zur Verfügung.

Erfolg

Von Beginn an hat das Klimadashboard Barrieren innerhalb der Stadtverwaltung abgebaut: So arbeitet die Stabsstelle Klima für die Neu- und Weiterentwicklung relevanter Inhalte eng mit verschiedenen Abteilungen der Stadt zusammen und generiert dadurch Austausche, die ohne das Dashboard nicht zustande gekommen wären. Das Dashboard zeigt anschaulich, warum es sinnvoll ist, als Stadt alle Daten an einer Stelle zu bündeln. Es unterstützt damit das Bestreben der Stabsstelle Smart City, ein Open-Data-Portal für die Verwaltung weiter auszubauen. 

Aber auch außerhalb der Stadtverwaltung hat sich das Dashboard bereits als hilfreich erwiesen: Einige Medien nutzen es als Grundlage für ihre Berichterstattung und andere Kommunen bekundeten ihr Interesse, das Dashboard für sich zu adaptieren. 

„Das Beispiel Klimadashboard zeigt, dass die anschauliche Aufbereitung von Daten hilfreich für die Klimakommunikation mit Entscheidungsträger:innen ist. Das Projekt verdeutlicht zudem die Synergien, die sich zwischen Digitalisierung und Klimaschutz auch auf lokaler Ebene ergeben. Besonders für größere Kommunen mit den entsprechenden Ressourcen kann die Adaption des Dashboards eine gute Möglichkeit sein, mit den Akteuren innerhalb und außerhalb der Verwaltung in den Austausch zu kommen.“

Carolin Wicke, NRW.Klimanetzwerkerin der Region Münsterland

Fazit

Mit dem Klimadashboard fördert die Stadt Münster die Transparenz, Automatisierung und Kooperation im kommunalen Klimaschutz. Es leistet einen wichtigen Beitrag zur Digitalisierung von kommunalen Verwaltungsstrukturen. Im Gegensatz zu einer klassischen Berichterstattung auf Papier oder in Dokumentenform ermöglicht es eine dynamische Erfolgsmessung und Fortschreibung, bei der die wesentlichen Informationen auf einen Blick sichtbar werden. So können auch Hemmnisse auf dem Weg zur Klimaneutralität früher erkannt und angegangen werden. Ist eine valide und aktualisierte Datengrundlage vorhanden, ist ein solches Tool ein zentraler Baustein mit Blick auf die gebotene Geschwindigkeit bei der Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen. 

 

Gerne vermitteln wir einen Kontakt zu für Sie passenden Ansprechpartner:innen bei der Stadt Münster. Sprechen Sie uns an! 

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