Praxisbeispiel

Energiewende in Kommunen

Den kommunalen Haushalt aufbessern und dabei das Klima schützen? Das geht – in Lichtenau.

Ihr Kontakt

Dr. Joachim Frielingsdorf

Dr. Joachim Frielingsdorf

Referent Kommunikation

Den kommunalen Haushalt aufbessern und dabei das Klima schützen? Das geht – in NRW.

Immer mehr Städte und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen stehen vor finanziellen Herausforderungen. Auch Lichtenau kämpft mit dem Haushalt. Doch die Stadt in Ostwestfalen zeigt, wie sich durch langfristige Investitionen in Erneuerbare Energien nicht nur aktiv zum Klimaschutz beitragen lässt, sondern auch neue Einnahmen generiert werden können, die den Haushalt stärken. Heute produziert die Kommune ein Vielfaches ihres eigenen Strombedarfs aus regenerativen Quellen und gilt bundesweit als Vorbild für die kommunale Energiewende. 

Im Mittelpunkt der Strategie: Windenergie. Die Stadt profitiert direkt durch Pachteinnahmen und Gewerbesteuern. Allein die Steuereinnahmen aus Erneuerbaren Energien stärken den kommunalen Haushalt mit jährlich rund sieben Millionen Euro und haben die Stadt schon mehrfach vor einer Haushaltssicherung bewahrt. Ein Teil der Erträge fließt über Bürgerbeteiligungen an Betreibergesellschaften und die Stützung des Trinkwasserpreises an die Bürgerinnen und Bürger zurück. Das schafft nicht nur Akzeptanz, sondern auch regionale Wertschöpfung. Ein Teil des Windstroms soll zukünftig zur Herstellung von grünem Wasserstoff für die umliegende Industrie genutzt werden. Eine mögliche Wärmeversorgung aus der Abwärme des dafür notwendigen 10MW-Elektrolyseurs wird im Rahmen der kommunalen Wärmeplanung ebenfalls geprüft.  
 
Auch mit dem Klima-Campus setzt die Energiestadt Lichtenau ein starkes Zeichen für kommunalen Klimaschutz. Die Realschule der Stadt wurde umfassend energetisch saniert und mit modernster Technik ausgestattet: Ein unterirdischer Eisspeicher versorgt das Gebäude effizient mit Wärme und Kälte, betrieben wird das System mit Strom aus Photovoltaik und dem nahegelegenen Windpark. Rund 250 Tonnen CO₂ spart die Schule so jedes Jahr ein. Gleichzeitig dient der Campus als Lern- und Erlebnisort für Klimabildung; mit grünem Klassenzimmer, Infostationen und der Integration von Nachhaltigkeitsthemen in den Unterricht.

Warum das Projekt überzeugt – und was andere daraus lernen können:

Pachterträge und Steuereinnahmen aus dem Windpark lassen jährlich signifikante Mittel in die Stadtkasse fließen. So wird finanzieller Spielraum für neue Projekte geschaffen, ohne zu viele neue Schulden aufzunehmen.

Durch die lokale Stromproduktion sinkt die Abhängigkeit von externen Preisschwankungen, was sich positiv auf die Resilienz des kommunalen Energiemanagements auswirkt.

Von Planung über Bau bis Betrieb bleiben große Teile der Wertschöpfung in der Region. Lokale Unternehmen profitieren direkt, Bürgerinnen und Bürger durch Beteiligungsmodelle.

Das Projekt Klima-Campus stärkt die Klimabildung innerhalb der Kommune, fördert regionale Handwerksbetriebe und macht Lichtenau als Bildungs- und Energiestandort attraktiv. Gleichzeitig sinken durch die Sanierung und den Eisspeicher die laufenden Energiekosten für Strom und Wärme. Das entlastet den städtischen Haushalt langfristig.

So kann auch Ihre Kommune profitieren 

Am Beispiel Lichtenau wird deutlich: Wer frühzeitig in die lokale Energiewende investiert, wird zur Gewinnerin der Transformation. Die Nutzung regionaler Ressourcen schützt nicht nur das Klima, sondern schafft auch finanzielle Spielräume. Nutzen auch Sie die Potenziale Ihrer Kommune – und gestalten Sie die Energiewende aktiv mit. 

Dabei helfen wir Ihnen gerne weiter. Profitieren auch Sie und werden Sie dabei Teil des Wandels. Starten Sie jetzt mit unserer Hilfe Ihr Klimaschutzprojekt. Zeigen Sie: #DasGehtInNRW.

Ihr Kontakt

Dr. Joachim Frielingsdorf

Dr. Joachim Frielingsdorf

Referent Kommunikation

Das geht in NRW – Mit Klimaschutz den Haushalt stärken

176 Windenergieanlagen, 1.400 Solaranlagen, Biomasse und ein Klima-Campus: Lichtenau wird nicht ohne Grund „Energiestadt“ genannt.