Um das Ziel der Klimaneutralität im Gebäudesektor zu erreichen, muss auch die Energieeffizienz historischer Gebäude deutlich verbessert werden. Oft wird angenommen, dass denkmalgeschützte Häuser nicht saniert werden können. In Duisburg hat die Firma Samid Huskic GbR gezeigt, dass es möglich ist, ein denkmalgeschütztes Wohnhaus mit moderner Technik energetisch zu optimieren. Durch den Einsatz einer innovativen Heizlösung wurde die Energieeffizienz erheblich gesteigert und dabei der historische Charakter des Gebäudes bewahrt.
Herausforderung
Da manche Maßnahmen, wie die Außendämmung, bei denkmalgeschützten Gebäuden kaum oder nur sehr aufwendig möglich sind, liegen die Schwerpunkte der Energieeinsparmaßnahmen auf der Reduzierung des Heizwärmebedarfs durch energetische Ertüchtigung der Außenbauteile, wie Fenster und Dach, sowie dem Austausch alter Wärmeerzeuger durch moderne, regenerative Energiequellen. Im denkmalgeschützten Wohnhaus in Duisburg wurde auf die Integration moderner Heizsysteme gesetzt.
Ziel des Projekts
Durch die Sanierung des Heizungssystems sollte die Energieeffizienz des denkmalgeschützten Wohnhauses gesteigert, der CO2-Ausstoß reduziert und gleichzeitig der historische Wert des Gebäudes erhalten werden. Durch die Kombination von moderner Heiztechnik und Denkmalschutz sollten nachhaltige Lösungen entwickelt werden, die auch für andere historische Gebäude als Vorbild dienen können.
Besonderheit
Das Gesamtsystem im denkmalgeschützten Wohnhaus in Duisburg stammt aus einer Hand, was für den Eigentümer eine einfache Möglichkeit darstellt, neueste Technik in das historische Gebäude zu integrieren. Das System umfasst ein neues Rohrleitungssystem für die hygienische Trinkwasserversorgung, insgesamt 240 Quadratmeter Fußbodenheizung inklusive Regelung, eine außen aufgestellte Luft/Wasser-Wärmepumpe und einen Kunststoff-Wärmetank als Trennspeicher. Diese Lösung zeigt, dass selbst bei baulichen Einschränkungen durch den Denkmalschutz moderne, effiziente Heizsysteme installiert werden können.
Erfolge
Das Heizsystem konnte erfolgreich in die historische Bausubstanz integriert werden, ohne den Denkmalschutz zu verletzen. Dies beweist, dass Klimaschutz und Denkmalschutz miteinander vereinbar sind und das auch schon durch Systemleistungen. Durch die innovative Technik konnte der Energieverbrauch des Gebäudes signifikant gesenkt und der CO2-Ausstoß reduziert werden.