| Newsbeitrag
Mit dem Start des EU-Förderaufrufs 2026 der „Clean Hydrogen Partnership“ und der Genehmigung eines umfangreichen deutschen Beihilfeprogramms durch die Europäische Kommission eröffnen sich aktuell neue Förderperspektiven für Akteure der Wasserstoffwirtschaft.
Während der EU-Call der Clean Hydrogen Partnership 2026 bereits jetzt konkrete Fördermöglichkeiten bietet, schafft das genehmigte Beihilfeprogramm den Rahmen für weitere nationale Förderaufrufe in den kommenden Jahren. Die Kombination aus europäischer Projektförderung und nationalen Investitionsanreizen stärkt den Wasserstoffstandort Deutschland: EU-Programme unterstützen insbesondere die Entwicklung integrierter Projekte, während das Beihilfeprogramm auf den industriellen Ausbau zentraler Schlüsseltechnologien abzielt.
EU-Call 2026: Fokus auf Wasserstoffinnovationen und Hydrogen Valleys
Die Clean Hydrogen Partnership stellt im Rahmen ihres Call for Proposals 2026 insgesamt 105 Millionen Euro zur Förderung von Wasserstoffinnovationen bereit. Ein Schwerpunkt liegt erneut auf Hydrogen Valleys (Small- und Large-Scale), die regionale Wertschöpfungsketten von der Erzeugung bis zur Nutzung von Wasserstoff abbilden.
Ergänzend ist für 2026 ein weiterer Call im Programm „Project Development Assistance“, kurz PDA, geplant. Dieser unterstützt Projektträger in frühen Entwicklungsphasen, etwa bei Studien, Konzepten und der Projektvorbereitung. Im ersten PDA-Call 2025 konnten sich bereits zwei deutsche Projekte erfolgreich durchsetzen.
Anträge im Rahmen des EU-Calls 2026 müssen über das „EU Funding & Tenders Portal“ bis spätestens 15. April 2026 eingereicht werden.
Akteure mit Projektideen sollten die aktuellen Ausschreibungen frühzeitig prüfen. Insbesondere bereits aktive Hydrogen-Valley-Initiativen können von den neuen Instrumenten profitieren.
EU genehmigt deutsches Förderprogramm für Cleantech-Produktion
Zusätzlich hat die Europäische Kommission ein deutsches Förderprogramm in Höhe von drei Milliarden Euro genehmigt. Ziel ist der Ausbau von Produktionskapazitäten für klimaneutrale Technologien – darunter Elektrolyseure als Schlüsseltechnologie für den Wasserstoffhochlauf. Die Förderung kann bis Ende 2030 gewährt werden und umfasst Zuschüsse, steuerliche Vorteile sowie weitere Finanzierungsinstrumente.
Die Genehmigung basiert auf dem „Clean Industrial Deal State Aid Framework“, kurz CISAF, das den Mitgliedstaaten neue Spielräume für industriepolitische Fördermaßnahmen eröffnet.
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