Wärmepumpen­Challenge.MFH

Innovative Konzepte für Wärmepumpen in Mehrfamilienhäusern gesucht

Heiztherme mit angeschlossenen Kupferrohren, rotem Ausdehnungsgefäß und weißem Warmwasserspeicher in einem Technikraum

Ihr Kontakt

Carsten Petersdorff

Carsten Petersdorff

Bereichsleiter Wärme & Gebäude

Jan-Philipp Nicolin

Jan-Philipp Nicolin

Fachexperte Wärme & Gebäude

Mit dem Wettbewerb „WärmepumpenChallenge.MFH“ sucht das Land Nordrhein-Westfalen innovative Konzepte für die Umrüstung von Heizungsanlagen in Mehrfamilienhäusern auf Wärmepumpen.

Für die Wärmeversorgung mit Erneuerbaren Energien sind Wärmepumpen eine Schlüsseltechnologie. Beim Einsatz in Mehrfamilienhäusern gibt es derzeit allerdings noch besondere Herausforderungen: Viele Gebäude erfüllen den Standard „Niedertemperatur-Readiness“ nicht. Außerdem erschweren die unterschiedlichen Eigentumsverhältnisse der Gebäude und Wohneinheiten die Entscheidung für ein neues Heizsystem. Ziel des Wettbewerbs ist es daher, Vorreiterprojekte zu finden, die genau diese Hemmnisse überwinden.

Das Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen lobt für die drei Gewinnerkonzepte ein Preisgeld in Höhe von jeweils 15.000 Euro aus.

Die Einreichungsfrist endet am 16. November 2025. Die eingereichten Anträge werden von einer unabhängigen Expertenjury bewertet und zur Förderung vorgeschlagen.

FAQ zur WärmepumpenChallenge.MFH

Gegenstand des Wettbewerbs „WärmepumpenChallenge.MFH“ ist die Erstellung von Konzepten zu energetischen Modernisierungsmaßnahmen in Verbindung mit dem Einsatz von innovativen Wärmepumpen-Lösungen an einem konkreten Objekt in Nordrhein-Westfalen. Die Konzepte müssen sich auf ein in Nordrhein-Westfalen liegendes Mehrfamilienhaus mit mindestens sechs Wohneinheiten beziehen. Zielsetzung des Wettbewerbs ist neben der Erstellung des Konzepts auch die geplante, anschließende Umsetzung des jeweiligen Konzepts am konkreten Objekt. Der Wettbewerb beschränkt sich auf Bestandsgebäude ohne Anschluss an ein Wärmenetz. Dabei sind sowohl Gebäude mit zentralen Heizungsanlagen als auch mit dezentralen Gasetagenheizungen eingeschlossen. Das Baujahr soll zwischen 1949 – 1977 liegen. Die Erstellung eines Konzepts für denkmalgeschützte Gebäude ist ebenfalls möglich.

Es sollen verschiedenen Prozessoptimierungen in der Planung und in der anschließenden Umsetzung betrachtet werden, die eine hohe Zeit- und Kosteneffizienz ermöglichen. Das eingereichte Konzept soll dabei innovative Ansätze aus dem Bereich der Wärmepumpen-Technologie nutzen, möglichst geringe Umrüstzeiten erfordern und mit geringem Einsatz von Fachkräften vor Ort auskommen. Als verpflichtende Teilnahmebedingungen an dem Wettbewerb müssen die Gewinner*innen die erstellten Konzepte sowie die aus der Umsetzung gewonnenen Informationen der interessierten Öffentlichkeit zur Verfügung stellen. NRW.Energy4Climate wird die ausgezeichneten Projekte durch entsprechende Öffentlichkeitsarbeit begleiten, um eine hohe Außenwirkung zu erreichen.

Der Wettbewerb richtet sich an alle in Nordrhein-Westfalen ansässigen Unternehmen, Einrichtungen und Privatpersonen, die energetische Modernisierungen von Mehrfamilienhäusern in Nordrhein-Westfalen planen, durchführen, beauftragen oder koordinieren. Die Bewerbung zum Wettbewerb ist auch als Konsortium möglich.

Das Preisgeld beträgt jeweils 15.000 Euro für die drei besten Konzepte.

Teilnahmeanträge werden bis einschließlich 16. November 2025 entgegengenommen. Nach dem genannten Zeitpunkt eingehende Anträge können nicht berücksichtigt werden. Die Bekanntgabe der Gewinnenden wird am 01. Dezember 2025 und die anschließende Übergabe der Auszeichnung am 05. Dezember 2025 erfolgen. Die Konzepte sind in schriftlicher Form zu verfassen und dem Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie Nordrhein-Westfalen über folgende E-Mail-Adresse einzureichen: WaermepumpenChallenge.MFH@mwike.nrw.de

  1. Vollständig ausgefüllter Teilnahmeantrag zum Wettbewerb der „WärmepumpenChallenge.MFH“ und
  2. Umsetzungskonzept nebst Anlagen
     

Fragen zum Antragsverfahren richten Sie bitte an das Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie Nordrhein-Westfalen unter der E-Mail-Adresse: WaermepumpenChallenge.MFH@mwike.nrw.de

Fragen zu fachlichen Themen richten Sie bitte an die NRW.Energy4Climate GmbH unter der E-Mail-Adresse: waerme@energy4climate.nrw

Das Konzept ist in deutscher Sprache zu verfassen und sollte einen Umfang von 15 Seiten DIN A4 zuzüglich Anlagen nicht überschreiten. Bei der Auswahl der jeweiligen Wärmepumpenlösungen können folgende Optionen zum Tragen kommen:

  • Optisch ansprechende „Containerlösungen“ zur schnellen Umrüstung des Bestandes
  • Wärmepumpenkaskaden mit „Mini-Wärmepumpen“ in den Einzelräumen
  • Wärmepumpenmodule als 1:1 Ersatz von Gasetagenheizungen in Verbindung mit zentraler Vorbereitung (Fassadenintegrierte Heizzentralen)

Hierbei handelt es sich um keine abschließende Aufzählung. Die eingereichten Konzepte dürfen explizit auch hiervon abweichende Lösungsoptionen enthalten. Das Konzept sollte eine hohe Übertragbarkeit auf Modernisierungsvorhaben ähnlicher Art aufweisen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Umsetzungswahrscheinlichkeit am konkreten Objekt durch die Bauherrschaft.

Das Konzept sollte mindestens folgende Angaben enthalten:

  • Name, Anschrift und Kontaktdaten der Antragstellenden
  • Angaben zur Lage und Beschaffenheit des Modernisierungsobjekts
  • Angaben zur Bauherrschaft (ggf. Interessensbekundung der Bauherrschaft)
  • Beteiligte Projektpartner:innen
  • Inhalte des Konzepts:
    • Erläuterungen zu Effizienz, Komfort, Kosten, Zeitaufwand, Replizierbarkeit und Standardisierung der geplanten Maßnahmen und der Wärmepumpen-Lösung
    • Anforderungen und Aufgaben der Projektleitung und der weiteren Beteiligten
    • Anforderungen an die Bestandsdatenerfassung und Grundlagenermittlung
    • Anforderungen an das Energiekonzept, wie Energieeinsparung, zukünftiger Energiestandard, CO2-Emissionen und Wirtschaftlichkeitsberechnung
    • Anforderungen an ein Monitoringkonzept nach Maßnahmenumsetzung
    • Projektplan / Zeitplan und Darstellung des Fachkräfteeinsatzes
    • Vertragliche und genehmigungsrechtliche Anforderungen zur Planung und Umsetzung

Die formale Prüfung der eingereichten Konzepte sowie die fachliche Unterstützung der Jury erfolgt durch das MWIKE mit Unterstützung von NRW.Energy4Climate.

Die Bewertung der Konzepte und die Auswahl der drei Wettbewerbssiegerinnen und –sieger erfolgt durch eine unabhängige Jury. Die Auswahlsitzung der Expertenjury mit anschließender Prämierung findet im Dezember 2025 im Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen statt.

Kriterien für die Auswahl

Die Auswahl der Konzepte nimmt die Jury anhand der folgenden Kriterien und Gewichtungen vor:

  • Vollständigkeit, Qualität und Umsetzungswahrscheinlichkeit des Konzepts 60 %
  • Effizienz, Kosten und Zeitaufwand der vorgeschlagenen technischen Lösung 20 %
  • Übertragbarkeit auf ähnliche Gebäude 20 %

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