Urbane Energielösungen

Energiewende und Klimaschutz in Quartieren und Gebäuden

Effiziente und mit innovativen Technologien ausgestattete Gebäude tragen wesentlich dazu bei, dass Nordrhein-Westfalen die gesteckten Klimaschutzziele erreichen kann.

Eine Schlüsselrolle kommt den Urbanen Energielösungen zu: Diese ganzheitlichen Quartierskonzepte umfassen neben der Sanierung und dem Bau effizienter Gebäude insbesondere die Einbindung lokaler Energiequellen und erneuerbarer Energien. Die intelligente Kopplung der Sektoren Strom, Wärme, Kälte und Mobilität im Quartier mit Hilfe der Digitalisierung ebnet den Weg zur emissionsarmen und lebenswerten Stadt der Zukunft.

 

Mit mehreren Initiativen und Förderprojekten unterstützt das Land Kommunen, Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen bei dem Bau und der Sanierung klimaschonender Gebäude – unter anderen mit den 100 Klimaschutzsiedlungen, der Auszeichnung besonders effizienter Nichtwohngebäude oder dem Projekt ALTBAUNEU.

100 Klimaschutzsiedlungen in Nordrhein-Westfalen

Etwa ein Drittel des gesamten Endenergieverbrauchs in Deutschland wird für die Raumwärme und Warmwassererzeugung in Gebäuden benötigt. Somit spielen das energieeffiziente Bauen und die energetische Sanierung von Gebäuden im Rahmen der Klimaschutzpolitik der Landesregierung eine wichtige Rolle.

 

Der Neubau und die Sanierung von kompletten Siedlungen eröffnet weitreichende Möglichkeiten zur CO2-Reduzierung. Mit dem Projekt „100 Klimaschutzsiedlungen in Nordrhein-Westfalen“ werden die wärmebedingten CO2-Emissionen in Wohnsiedlungen konsequent reduziert. In diesen von der Landesregierung ausgezeichneten und geförderten Projekten können alle geeigneten Technologien zur CO2-Einsparung eingesetzt werden. Planer und Investoren haben dadurch die Freiheit, aus einer großen Bandbreite innovativer Gebäudestandards und Versorgungsvarianten auszuwählen.

Die zulässigen CO2-Emissionen liegen beim Neubau in Abhängigkeit vom Gebäudetyp etwa 50 bis 60 Prozent unter den Werten, die sich für Referenzgebäude entsprechend der Energiesparverordnung 2009 ergeben. Auch wenn es bei den Klimaschutzsiedlungen schwerpunktmäßig um die Vermeidung von CO2-Emissionen geht, sollen sich diese über das innovative Energiekonzept hinaus durch besondere städtebauliche und soziale Qualitäten auszeichnen. Ziel ist es, umweltverträgliches Bauen als einen wichtigen Bestandteil einer nachhaltigen Siedlungsentwicklung zu fördern. Die Projekte sollen Vorbildcharakter haben und weitere Investoren und Bauherren zur Nachahmung inspirieren.

Zum Ende des Jahres 2021 hat die Landesregierung bereits mehr als 100 Siedlungen den Status „Klimaschutzsiedlung NRW“ verliehen. Ziel von NRW.Energy4Climate ist es, die teilnehmenden Projektpartner nun auf dem Weg von der Realisierung bis zur Fertigstellung und Einweihung der Projekte zu begleiten.

Energieeffiziente Nichtwohngebäude in Nordrhein-Westfalen

Für Wohngebäude existieren in Nordrhein-Westfalen bereits zahlreiche Akteure und Handlungsformate, die sich mit der Energieeffizienz im Baubereich beschäftigen. Um das energieeffiziente Bauen auch bei Nichtwohngebäuden (Planung, Bau, Betrieb) voranzutreiben, hat das Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen das Auszeichnungsprojekt „Energieeffiziente Nichtwohngebäude in Nordrhein-Westfalen“ ins Leben gerufen.

 

Ziel ist es, vorbildliche Büro- und Verwaltungsgebäude sowie Schulen auszuzeichnen, um das Engagement der Beteiligten zu würdigen und Anreize für weitere Projekte zu geben. Das Projekt zeigt auf, wie gelungene energieeffiziente Nichtwohngebäude und die gewählten technischen Lösungen in der Praxis aussehen können. Zudem werden die Erfahrungen der Planer:innen, Eigentümer:innen und Nutzer:innen einem breiteren Kreis zugänglich gemacht.

Eine im Gebäude gut sichtbare Auszeichnungstafel informiert über die energetische Qualität der Gebäudehülle und die CO2-Einsparung. Berücksichtigt werden Neubau- und Sanierungsvorhaben, die bereits abgeschlossen oder in der Planung sind. Mehr zu den Kriterien und zum Bewerbungsverfahren finden Sie in Kürze auf dieser Seite.

ALTBAUNEU

Das Netzwerk ALTBAUNEU unterstützt Kreise und Kommunen dabei, die Vorteile einer energetischen Sanierung von Ein- und Zweifamilienhäusern zu vermitteln. Hierdurch können sich die beteiligten Projektpartner:innen in ihrer Region als kompetente lokale Anlaufstelle etablieren und die lokalen Sanierungsquoten steigern. Das Projekt vermittelt Informationen zur energetischen Gebäudesanierung, die den Bürgerinnen und Bürgern durch die Netzwerkpartner:innen zur Verfügung gestellt werden. Ebenso werden öffentlich-wirksame Aktionen organisiert.

 

ALTBAUNEU begünstigt zudem zwei weitere wichtige Aufgaben: den Erfahrungsaustausch der kommunalen Mitglieder:innen untereinander und die Unterstützung beim Aufbau und der Pflege eines lokalen Netzwerks aller Beteiligten, wie Handwerksbetriebe, Energieberatungs- und Planungsbüros.

Das Netzwerk wurde im Jahr 2005 gegründet und besteht aktuell aus 33 Mitgliedern, die 179 Kommunen repräsentieren und eine Zielgruppe von 9,3 Millionen Bürgerinnen und Bürger in NRW erreichen.

Die Landesgesellschaft unterstützt ALTBAUNEU und entwickelt gemeinsam mit den Netzwerkpartner:innen weitere Bausteine und Aktionen.

www.alt-bau-neu.de

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