| Pressemitteilung
Die Ausarbeitung und Umsetzung der kommunalen Wärmepläne schreiten mit hohem Tempo voran. Das zeigte auch die heutige Fachtagung „Forum Wärmewende.NRW” der Landesgesellschaft für Energie und Klimaschutz NRW.Energy4Climate, bei der sich rund 300 Teilnehmende aus Kommunen, Wohnungswirtschaft und Energieversorgungsunternehmen in Wuppertal über bereits laufende, vorbildliche Projekte der Wärmewende austauschten.
Die Wärmewende in Nordrhein-Westfalen ist in vollem Gang. Während die gesetzlichen Fristen für die kommunale Wärmeplanung je nach Größe der Gemeinde noch sechs bis 18 Monate laufen, wird in Nordrhein-Westfalen bereits an vielen Stellen mit der Umsetzung begonnen. Laut KWW-Wärmewendeatlas liegt Nordrhein-Westfalen mit einer Anzahl von aktuell 13 Prozent abgeschlossener Wärmepläne deutlich vor dem Bundesdurchschnitt von nur acht Prozent. Bürgerinnen und Bürger zahlreicher Kommunen können sich schon jetzt auf Informationsveranstaltungen und Websites über die Pläne informieren, um eigene Entscheidungen für die zukünftige Wärmeversorgung zu treffen.
Wirtschafts- und Klimaschutzministerin Mona Neubaur: „Heizen muss bezahlbar sein – und zwar dauerhaft und klimafreundlich. Jede und jeder kann in NRW von modernen Heizsystemen profitieren – ob Mieterin, Eigentümer oder ganze Nachbarschaft. Wenn wir die vielen Wärmequellen, die NRW bietet, klug verbinden, senken wir Kosten, schützen das Klima und stärken unsere Wirtschaft. Diese Wärmewende macht uns unabhängiger – und sie sorgt dafür, dass Wärme in NRW sauber, sicher und verlässlich bleibt.“
Forum Wärmewende.NRW zeigt breite Palette an Best Practices
Auf der Veranstaltung wurden zahlreiche, völlig unterschiedliche Umsetzungsprojekte mit Vorbildcharakter gezeigt. Trotz ihrer Unterschiede drehen sich alle Vorhaben um drei Schlüsselelemente: Wärmeverbrauch reduzieren, erneuerbare Wärme erschließen und Wärmenetze ausbauen.
Dr. Katharina Schubert, Geschäftsführerin von NRW.Energy4Climate: „In der Warendorfer Altstadt wird ein neues Wärmenetz gebaut, in Duisburg stellt eine Kläranlage Abwasserwärme bereit und in Köln, Bielefeld und Bonn werden Häuser in nur vier Wochen komplett saniert. Diese und weitere Vorreiterprojekte stellen unter Beweis, dass die Wärmewende funktioniert, zeigen eine unglaublich breite Palette an innovativen Lösungsmöglichkeiten auf und dienen damit als Best Practices für alle Kommunen in Nordrhein-Westfalen. Wir werden Kommunen, Stadtwerke, Wohnungswirtschaft und Energieversorger auch in den kommenden Jahren intensiv begleiten, um die Planungen in hoher Qualität abzuschließen und rechtssicher umzusetzen.”
Vielfältige Unterstützungsangebote für eine gelungene Wärmewende
Die Landesgesellschaft begleitet ab Januar 2026 fünf ausgewählte Pilotkommunen eng bei der Umsetzung ihrer Wärmepläne. Von den vielseitigen Umsetzungsstrategien sollen alle anderen Kommunen lernen können. Darüber hinaus hat NRW.Energy4Climate das Unterstützungsangebot für die Umsetzung von Wärmeprojekten erweitert. Ab sofort liefert ein neues individuelles Wärmewende‑Coaching allen organisierten Akteuren der Wärmewende praxisnahe Antworten zu Fragen der Umsetzung, beispielsweise zu Machbarkeitsstudien, rechtlichen Grundlagen, der Wirtschaftlichkeit von Maßnahmen, Finanzierungsmöglichkeiten oder zu potenziellen Betreibermodellen. Um Kommunen bei der Qualitätssicherung ihrer Wärmepläne zu unterstützen, wurde das Tool Wärmeplan.Check um einen Plausibilitätscheck ergänzt – so werden die Pläne startklar für die Umsetzung.
Gute Praxisbeispiele der Umsetzung veröffentlicht NRW.Energy4Climate auf der Website.
Mehr Informationen zu den Pilotkommunen
Mehr Informationen zum Wärmewende-Coaching
Zum Tool Wärmeplan.Check
Fotos der Veranstaltung stehen ab 14:00 Uhr an dieser Stelle zum Download zur Verfügung.
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