| Newsbeitrag
Grenzenlose Wärme: Im August ist das Interreg-Projekt CROSS_HEAT gestartet. Die Initiative hat das Ziel, durch die Nutzung industrieller Restwärme und geothermischer Quellen eine nachhaltige Wärmeversorgung in der Euroregion Maas-Rhein zu entwickeln. NRW.Energy4Climate ist Partnerin.
CROSS_HEAT ist eine einzigartige Zusammenarbeit zwischen den niederländischen Gemeinden Kerkrade und Landgraaf, der deutschen Stadt Herzogenrath sowie verschiedenen Wissenseinrichtungen und regionalen Partnern aus Deutschland, den Niederlanden und Belgien. Das Projekt konzentriert sich darauf, ein grenzüberschreitendes Fernwärmenetz zu entwickeln, das fossile Brennstoffe durch Rest- und Erdwärme ersetzt und dabei rechtliche sowie regulatorische Barrieren für den grenzüberschreitenden Wärmeaustausch überwindet.
Herausforderung der Wärmeversorgung in der Grenzregion
In der Euregio Maas-Rhein entfallen etwa 50 Prozent des Gesamtenergieverbrauchs auf Heizenergie. Der Anteil nachhaltiger Wärme liegt in den beteiligten Ländern noch deutlich unter dem europäischen Durchschnitt von 26,2 Prozent: Die Niederlande erreichen nur 9,6 Prozent, Belgien 11,3 Prozent und Deutschland 17 Prozent. CROSS_HEAT soll diese Lücke verkleinern und durch die Nutzung von Restwärme die regionale Nachhaltigkeit erhöhen, die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen senken und stabilere, niedrigere Wärmetarife ermöglichen.
NRW.Energy4Climate unterstützt als Partnerin
Die Landesgesellschaft für Energie und Klimaschutz unterstützt CROSS_HEAT beim Erfahrungsaustausch und der Vernetzung relevanter Akteure. Außerdem wirkt NRW.Energy4Climate bei der Identifikation von Restwärmequellen im Grenzgebiet mit und unterstützt die Entwicklung praktischer Umsetzungsstrategien für grenzüberschreitende Fernwärmedienstleistungen.
In der späteren Phase des Projekts geht es darum, die gewonnenen Erfahrungen und entwickelten Lösungen auf andere Grenzregionen zu übertragen. Hier knüpft NRW.Energy4Climate an und hilft dabei, das entwickelte Wissen auch anderen Regionen in Nordrhein-Westfalen zur Verfügung zu stellen.
Das Projekt wird von wissenschaftlichen Partnern wie dem ITEM-Institut der Universität Maastricht, dem Fraunhofer IEG und der belgischen Forschungseinrichtung VITO fachlich begleitet. Diese Institute bringen die notwendige technische Expertise für die Bewertung von Restwärmequellen, geothermischen Potenzialen und die Entwicklung von Fernwärmeszenarien ein.
Bürgerbeteiligung und regionale Zusammenarbeit
CROSS_HEAT legt großen Wert auf die Einbindung von Bürgerinnen und Bürgern, kleinen und mittleren Unternehmen sowie lokalen Interessensgruppen. Durch Informationsveranstaltungen, Nachbarschaftsgespräche und ein grenzüberschreitendes Informationszentrum im Eurode Business Center in Herzogenrath sollen alle relevanten Akteurinnen und Akteure über das Projekt informiert und zur Beteiligung ermutigt werden.
Weitere Informationen sind während der Projektlaufzeit hier zu finden. Die Website wird fortlaufend von den Projektverantwortlichen aktualisiert.
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