| Newsbeitrag
Die europäische Kommission hat den Start von drei neuen Finanzierungsmöglichkeiten im Rahmen des EU-Innovationsfonds angekündigt: Dazu zählen die Aufforderungen zur Projekteinreichung im „Net Zero Technologies Call“, die dritte Wasserstoffauktion der Europäischen Wasserstoffbank sowie die erste Auktion für industrielle Prozesswärme, die sogenannte „IF25 Heat Auction“. Insgesamt stehen 5,2 Milliarden Euro zu Verfügung – gefördert durch Einnahmen aus dem EU-Emissionshandelssystem.
Der Aufruf zur Einreichung von Projektvorschlägen im „Net Zero Technologies Call“ (IF25 NZT) richtet sich an Dekarbonisierungsprojekte unterschiedlicher Größe, die hochinnovative Technologien und Verfahren demonstrieren. Es ist mit einem Budget in Höhe von 2,9 Milliarden Euro ausgestattet. Gesucht werden Projektvorhaben aus Bereichen wie Erneuerbare Energien, Energiespeicherung, Wärmepumpen und Wasserstofferzeugung, einschließlich Elektrofahrzeugbatterien. Auswahlkriterien sind unter anderem das Potenzial zur Emissionsminderung, der Innovationsgrad, Projektreife, Replizierbarkeit und Kosteneffizienz. Insbesondere kleine und mittlere Unternehmen sollen im Auswahlprozess durch einen neuen speziellen Bonuspunkt unterstützt werden.
Für die dritte Wasserstoffauktion im Rahmen der European Hydrogenbank, die sogenannte „IF25 Hydrogen Auction“ stehen insgesamt 1,3 Milliarden Euro zur Verfügung. Im Zuge der Auktion können Erzeuger von erneuerbarem Wasserstoff ein Angebot für eine EU-Förderung für eine bestimmte Menge an erzeugtem Wasserstoff abgeben. Die Förderung erfolgt in Form einer festen Prämie pro Kilogramm erzeugtem Wasserstoff. Gefördert wird die Herstellung von erneuerbarem Kraftstoff nicht biogenen Ursprungs, sogenannter „RFNBO-Wasserstoff“, sowie von elektrolytisch kohlenstoffarmem Wasserstoff, darunter u. a. auch die Herstellung speziell für den See- oder Luftverkehrsbereich.
Die Bundesregierung hat die Absicht, im Rahmen der Wasserstoffauktion über das Modell „Auction-as-a-Service“ (AaaS) nationale Fördermittel in Höhe von 1,3 Milliarden Euro anzubieten. Damit will sie die Produktion von erneuerbarem Wasserstoff fördern, der über die geplante Pipeline zwischen Dänemark und Deutschland in das deutsche Kernnetz eingespeist wird.
Für die erste europaweite Auktion zur Dekarbonisierung industrieller Prozesswärme, die sogenannte „IF25 Heat Auction“ stellt die EU-Kommission bis zu einer Milliarde Euro bereit. Die Mittel sollen eingesetzt werden, um Projekte zu unterstützen, die industrielle Prozesswärme im Bereich mittlerer oder hoher Temperatur durch neue technologische Lösungen dekarbonisieren, wobei eine feste Prämie gewährt wird. Förderfähig sind insbesondere Technologien zur Elektrifizierung der Prozesswärmeerzeugung – etwa über Wärmepumpen, Widerstands- und Induktionsheizung – sowie der Einsatz erneuerbarer Wärme wie Solarthermie oder Geothermie und hybride Projekte, die diese Technologien kombinieren.
Einreichungsfristen:
- 19. Februar 2026 | Auktionsteilnahmen (IF25 Auctions)
- 23. April 2026 | „Net Zero Technologies Call“ (IF25 Call)
Zu den Ausschreibungsunterlagen im EU Funding & Tenders-Portal
Empfohlene Informationsveranstaltungen:
„Net Zero Technologies Call“
EU-Institutionen bieten am 16. Dezember einen digitalen Infotag speziell zur Teilnahme am „Net Zero Technologies Call“: Information & Anmeldung- EU-Innovationsfonds Allgemein
Das Bundeswirtschaftsministerium sowie die Nationale Kontaktstelle (NK IF) bieten am 19. Januar 2026 eine Informationsveranstaltung und Möglichkeit zur individuellen Beratung: Weitere Informationen & Anmeldung
Die Nationale Kontaktstelle für den EU-Innovationsfonds berät Unternehmen und Konsortien, die sich für eine Förderung im EU-Innovationsfonds interessieren: Nationale Kontaktstelle EU-Innovationsfonds | Kompetenzzentrum Klimaschutz in energieintensiven Industrien (KEI)
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