Energieforschung

Die Forschung und die Innovation in der Energiewirtschaft nehmen bei der Energiewende eine besondere Rolle ein.

Die weltweite Energieversorgung steht spätestens seit dem Pariser Klimaabkommen von 2015 vor einer tiefgreifenden Umgestaltung – weg von fossilen Energieträgern wie Kohle und Öl hin zu Erneuerbaren Energien. Das gilt besonders auch für das Industrieland Nordrhein-Westfalen.

Nordrhein-Westfalen kann seine Klimaziele nur mit Innovation und Fortschritt in allen Bereichen des Energieversorgungssystems erreichen. Die Voraussetzung dafür ist eine exzellente technologische und sozioökonomische Forschung und ein beschleunigter Transfer in die Anwendung. Hier setzt die Energieforschung an. 

 

Wichtiger Treiber der Energiewende

Die Energieforschung ist ein wichtiges Instrument, um Nordrhein-Westfalen zu einem modernen und klimafreundlichen Wirtschaftsstandort zu entwickeln. Denn viele technologischen und sozialen Innovationen und Geschäftsmodelle für das Energiesystem der Zukunft sind noch gar nicht ausreichend erforscht oder in der Breite einsatzbereit. Damit der Umbau unseres Energieversorgungssystems gelingt, verstärkt und unterstützt NRW.Energy4Climate innovative Projekte zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft, stößt Zusammenarbeiten an und organisiert den schnellen Transfer in die Anwendung. Hierfür werden Forschungsthemen und innovative Ideen auch in Düsseldorf, Berlin und Brüssel platziert.

 

Vorreiter Nordrhein-Westfalen

Nordrhein-Westfalen ist bereits heute einer der weltweit stärksten Standorte der Energieforschung. Mehr als 30 renommierte Hochschulen und 20 exzellente außeruniversitäre Forschungseinrichtungen forschen zu den zentralen Themen des Energiesystems der Zukunft. Darüber hinaus investieren auch zahlreiche Unternehmen in die Forschung zum Erhalt ihres wirtschaftlichen Erfolgs. Allein im Zeitraum 2014 bis 2020 haben nordrhein-westfälische Projekte zur Energieforschung mehr als 226 Millionen Euro Fördermittel des Landes und der Europäischen Union erhalten. 

 

Eine umfassende Forschungslandschaft

Zu den Stärken der Energieforschung gehören unter anderem die Solarforschung, die Entwicklung von Speichertechnologien, intelligente Stromnetze und die Transformationsforschung. Beispiele für herausragende Forschung in Nordrhein-Westfalen sind: 

 

  • Das Helmholtz-Cluster für nachhaltige und infrastrukturkompatible Wasserstoffwirtschaft (HC-H2) arbeitet daran, das Rheinische Revier zu einer Wasserstoff-Modellregion zu entwickeln.
  • das DLR-Institut für Future Fuels in Jülich betreibt mit Synlight die weltweit größte Forschungsanlage zur Erzeugung von künstlichem Sonnenlicht. Der Sonnensimulator erreicht die zehntausendfache Intensität der natürlichen Sonneneinstrahlung auf der Erde und dient vor allem der Entwicklung solarer Treibstoffe.
  • Mit dem thermischen Hochtemperaturspeicher TESS 2.0 realisiert die Fachhochschule Aachen erstmals die Nutzungskette Power-to-Power&Heat in Form einer Pilotanlage.  
  • Das Center for Wind Power Drives der RWTH Aachen erforscht Antriebstechnologien für Windenergieanlagen und entwickelt sie weiter.  
  • Am Forschungszentrum für Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung (HGÜ) forschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am zukünftigen Stromtransport und -netz. 

 

Weitere Zukunftstechnologien, die künftig verstärkt im Fokus der Energieforschung liegen, sind insbesondere der Einsatz von Wasserstoff und synthetischen Kraft- und Rohstoffen sowie neue Verfahren für den Kohlenstoffkreislauf. Insbesondere die Industrie benötigt neue technologische Entwicklungen und Innovationen, um ihre Produkte und Produktionsprozesse klimaneutral zu gestalten. 

 

Neben der technologischen Forschung ist auch die sozio-ökonomische Forschung von herausragender Bedeutung. Bereits 2013 haben sich verschiedene Forschungseinrichtungen aus Nordrhein-Westfalen zu dem Virtuellen Institut Transformation – Energiewende NRW zusammengeschlossen, das die sozio-ökonomischen und kulturellen Auswirkungen der Energiewende in Nordrhein-Westfalen erforscht. 

 

Eine gemeinsame Strategie für die Energieforschung

NRW.Energy4Climate will einen Beitrag dazu leisten, die Energieforschung noch stärker inter- und transdisziplinär sowie anwendungsbezogen auszurichten und sie in den gesellschaftlichen Diskurs einzubinden. Dabei kooperiert die Landesgesellschaft eng mit der Energieforschungsoffensive.NRW. Diese hat das Ziel, vielversprechende Ergebnisse aus der Forschung schnell in die Praxis zu bringen und innovative Technologien, Verfahren und Produkte mit Vorbildcharakter zu fördern. NRW.Energy4Climate wird dazu Unternehmen bei der Projektinitiierung unterstützen, Zukunftstechnologien vorantreiben und Innovations-Workshops durchführen sowie zur Kommunikation der Ergebnisse in die breite Öffentlichkeit beitragen. 

 

Weitere Informationen zur Energieforschungsoffensive.NRW finden Sie hier. 

Ihr Kontakt

Portrait des Projektmanagers für Energiewirtschaft Georg Unger. Im Hintergrund ist eine große Glasfront zu sehen.

Georg Unger

Projektmanager Energiewirtschaft

Tel: +49 211 8220 86-450

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